Streit um Videospiel mit Eminem-Videos
Conspiracy Entertainment hat das Management und die Lizenzierungsagentur des Rap-Stars wegen Betruges und Vertragsbruchs verklagt.
Die amerikanische Videospiele-Produktionsfirma Conspiracy Entertainment hat das Management und die Lizenzierungsagentur des Rap-Stars Eminem wegen Betruges und Vertragsbruchs verklagt. Hintergrund des Rechtsstreits, in dem Conspiracy Entertainment von den Firmen Cousins Entertainment und Bravado International Group fünf Millionen US-Dollar fordert, ist ein Videospiel, in dem Eminem-Musikvideos auftauchen sollten. Nach dem Vortrag des Klägers hatte der Künstler mit steigender Popularität ein besseres Angebot eines anderen Spieleherstellers bekommen, worauf die Beklagten das -- nach Aussagen von Conspiracy durchaus lukrative -- Geschäft mit Conspiracy Entertainment platzen ließ.
Bis zu diesem Zeitpunkt war offenbar kein schriftlicher Vertrag geschlossen worden. Nach Aussagen von Keith Tanaka, CFO bei Conspiracy Entertainment, waren sich jedoch alle Parteien über den Inhalt des Vertrages einig. "Wir ahnten nichts von irgendwelchen Problemen, bis Berichte über unser neues Produkt erschienen", so Tanaka gegenüber der US-Presse. Von da an habe man Gerüchte gehört, Eminem würde mit Rockstar Games oder einem anderen großen Videospiel-Publisher einen besseren Deal aushandeln. "Offenbar standen wir diesem Vorhaben im Weg, andernfalls hätten Cousins und Bravado keinen Grund gehabt, uns von der Veröffentlichung eines Videospiels abzuhalten, für das die vertraglichen Rahmenbedingungen (mündlich) eindeutig geklärt waren", führte Tanaka aus.
Darüber, ob Eminem alias Marshall Mathers persönlich in die Entscheidung, den Vertrag platzen zu lassen, involviert war, möchte Conspiracy-Präsident Sirius Ahmadi jedoch nicht spekulieren. Er drückte lediglich seine Hoffnung aus, dass man "eine schnelle Lösung des Problems erreiche -- nun, da Eminem das Problem bekannt ist". (nij)