Preisabsprachen sollten den drei Tenören aufhelfen

Die US-Handels- und Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission beschuldigt Vivendi, sich bei CD-Preisen unerlaubterweise mit Warner Communications abgesprochen zu haben.

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Die US-amerikanische Handels- und Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat befunden, dass Vereinbarungen zwischen Polygram und Warner Communications gegen US-amerikanische Anti-Kartellbestimmungen verstoßen haben. Die Behörde bestätigt ein Verwaltungsgerichtsurteil vom Juni 2002. Dabei geht es um Preisabsprachen für CDs, auf denen Konzerte der Drei Tenöre (Jose Carreras, Placido Domingo, Luciano Pavarotti) gebannt sind.

Die Plattenfirma Polygram, die mittlerweile im Vivendi-Konzern aufgegangen ist, und Warner haben im Jahr 1997 ein Joint Venture gebildet, um gemeinsam das Konzert der drei Tenöre zur Fußballweltmeisterschaft im darauffolgenden Jahr zu vermarkten. Die beiden Unternehmen sollen sich laut FTC darauf verständigt haben, die Aufnahmen der gemeinsamen Konzerte der Opernsänger von 1990 und 1994 nicht zu Billigpreisen verkaufen zu lassen und nicht zu bewerben.

Das Konzert zur WM in Italien war von Polygram vermarktet worden, das zur WM in den USA von Warner. Warner und Polygram befĂĽrchteten offenbar, dass sich die CDs und Videos vom 98er-Konzert nicht gut verkaufen wĂĽrden, wenn die Kundschaft preisgĂĽnstigere Angebote vorfindet. Vivendi ist mit der Entscheidung der FTC nicht einverstanden und will vor Gericht gehen. Warner hat sich bereits 2001 mit der FTC geeinigt und zugesagt, kĂĽnftig auf Preis- und Werbeabsprachen zu verzichten. (anw)