Lara Croft geht in die USA

Der Computerspiel-Verlag Eidos verlagert die Entwicklung seines Spiele-Hits "Tomb Raider" wegen der Verzögerung bei der Entwicklung und der zahlreichen Fehler im Code an das US-amerikanische Studio Crystal Dynamics.

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Von
  • Oliver Lau

Der britische Computerspiel-Verlag Eidos nimmt die Entwicklung von "Lara Croft" aus den Händen der Programmierer von Core Design (einer selbstständig geführten Tochter von Eidos) und übergibt die Weiterentwicklung der Tomb-Raider-Serie an das ebenfalls im Eidos-Besitz befindliche Studio Crystal Dynamics in den USA.

Als Grund dafür führte die Eidos-Spitze die zahlreichen Fehler in der jüngsten Version des Spiels und die übermäßig lange Entwicklungszeit an. Man fürchte daher um den guten Ruf und den Wert der stärksten Marke, hieß es bei Eidos. Die Verspätungen bei der Entwicklung von Tomb Raider: The Angel of Darkness führten sogar zu geringeren Erwartungen an Umsatz und Gewinn. Da die Software in Europa als PC- und Playstation-2-Version erst im Juni auf den Markt kam, konnten die Erlöse nicht mehr in die Bilanz des laufenden Geschäftsjahres einfließen. Die Eidos-Manager zogen nach Recherchen der Financial Times Deutschland (FTD) allerdings die Gewinnwarnung wieder zurück, denn die Verkaufszahlen lagen wohl doch noch im Rahmen der Erwartungen.

Dafür gibt es jetzt von anderer Seite Pfeffer für Eidos. Der US-Filmverlag Paramount, der die Rechte am zweiten Teil des Lara-Croft-Kinofilms hält, gibt den Briten die Schuld am trägen Filmstart. Der Film soll in der ersten Woche lediglich 21 Millionen US-Dollar eingespielt haben. Das sei nicht einmal die Hälfte dessen, was der erste Teil eingebracht habe, schreibt die FTD unter Berufung auf Aussagen aus dem Hause Paramount. Eidos erhoffe sich hingegen vom Filmstart in Europa einen kräftigen Umsatzschub. In der kommenden Woche können sich die Lara-Fans in die Premierenvorstellung stürzen. (ola)