Philips will bei Konsumelektronik jährlich 400 Millionen sparen
Den Fokus der Sparte will man auf vernetzte Bildschirme, Entertainment Hubs und mobile Audio-, Video- und Kommunikationsgeräte setzen.
Der niederländische Elektronikkonzern Philips will in seiner Sparte Konsumelektronik künftig 400 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich einsparen. Ein entsprechendes Programm zur Neuordnung des Geschäftsbereichs, das bis Ende 2005 umgesetzt sein soll, kündigte Philips am Donnerstag in Amsterdam an. Über die Höhe der zusätzlich anfallenden einmaligen Umstrukturierungskosten soll im dritten Quartal entschieden werden. Laut Philips solle sich die Sparte künftig vor allem auf drei Bereiche konzentrieren: Bildschirme, die immer mehr in die Vernetzung integriert würden, so genannte Entertainment Hubs (Multimedia-Geräte mit Netzwerkunterstützung) und Infotainment (worunter Philips dann mobile Produkte für Audio, Video und Kommunikation versteht).
Das Sparprogramm der Sparte ergänzt nach Angaben des Unternehmens ein früher angekündigtes Sparkonzept des Gesamtkonzerns über eine Milliarde Euro, das Ende 2003 verwirklicht sein soll. Philips macht den "harten und unerbittlichen Wettbewerb" sowohl mit traditionellen Konkurrenten als auch Branchenneulingen in der Sparte für das nötige Programm verantwortlich. Das Unternehmen habe Marktanteile vor allem an asiatische Konkurrenten verloren, hieß es. Weitere Entlassungen seien nach Angaben von Firmensprechern nicht ausgeschlossen. Um die Zukunft von Philips bei Elektronikgeräten für Endverbraucher zu sichern, müsse man eine Marge von 2 bis 2,5 Prozent erreichen, meinte Gottfried Dutiné, Chef der Philips-Sparte. (jk)