Galoppierender Handy-Ausstoß in China

In der Volksrepublik wächst die Handy-Produktion rasch an. Ob alle Geräte auch die Endverbraucher erreichen ist fraglich.

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Im ersten Halbjahr haben in China ansässige Hersteller 50 Prozent mehr GSM-Mobiltelefone verkauft als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Von den 71,8 Millionen Geräten wurden 31,6 Millionen exportiert, heißt es laut Medienberichten beim chinesischen Ministerium für die Informationsindustrie. In der gleichen Zeit vervierfachte sich die Anzahl der verkauften CDMA-Geräte auf 10,4 Millionen. Von diesen gingen 5,3 Millionen ins Ausland.

Da das Ministerium nur Zahlen darüber ausgibt, wie viele Geräte an Weiterverkäufer gehen, sagen sie nichts darüber aus, wie viele Handys tatsächlich den Endverbraucher erreichen. Analysten meinen, die Zahl der nicht verkauften Handys sei in diesem Jahr rapide angestiegen. In China wird daher mit Preissenkungen heftig um Marktanteile gerangelt. Die Asia Times etwa meldet, im ersten Halbjahr 2003 sei vor allem dadurch der Profit der chinesischen Telekommunikationsfirmen um 35,4 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2002 zurückgegangen.

In den vergangenen sechs Monaten konnten inländische Unternehmen auf Basis der Ministeriumsstatistik gegenüber Konkurrenten wie Motorola und Nokia um 16 Prozentpunkte auf 55 Prozent Anteil an abgesetzen Handys gewinnen. Analysten meinen, der tatsächliche Anteil der inländischen Firmen betrage 30 Prozent. Mobilfunknetzbetreiber China Unicom soll mit 3 Millionen neuen CDMA-Nutzern weniger als erwartet hinzugewonnen haben. (anw)