US-Senator kritisiert Klagedrohungen der Musikindustrie

Der republikanische Senator Norm Coleman hat wegen der Klagedrohungen der Recording Industry Association of America Bedenken.

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Der republikanische US-Senator Norm Coleman, ehemals Roadie der Band Ten Years After, kritisiert die Recording Industry Association of America (RIAA) wegen ihrer Klagedrohungen gegen Tauschbörsen-Nutzer. Er fordert in einem Brief von dem Verband der US-amerikanischen Musikindustrie genaue Informationen, in welchem Stadium sich die Aktion der Plattenlabels befindet. Coleman meint, die RIAA könne zu weit gehen, heißt es in Medienberichten.

Die Musik-Industrie habe ein legitimes Interesse am Schutz ihrer Urheberrechte. Mit ihrer Methode laufe sie aber Gefahr, Unschuldigen zu schaden, meint Coleman. Nun verlangt er ĂĽber jeden einzelnen Fall Unterlagen und auch Informationen darĂĽber, wie die RIAA an Nutzerdaten gekommen ist. Die Musikindustrie will kooperieren und damit beweisen, dass sie sich an die Gesetze halte, heiĂźt es.

Die US-amerikanische Musikindustrie geht seit Ende Juni massiv gegen Tauschbörsennutzer vor. Sie verlangt von Internetanbietern die Namen von Kunden, die kostenlos Musik anbieten. Sobald die Daten vorliegen, würden diese Internetnutzer wegen Verletzung von Urherberrechten verklagt. Senator Coleman ist übrigens Parteifreund des künftigen RIAA-Chefs Mitch Bainwol. (anw)