US-Heimatschutz will über dem Silicon Valley Geld regnen lassen

Das Department of Homeland Security sucht im Silicon Valley nach guten Ideen für die Verbesserung des Heimatschutzes.

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Einige krisengebeutelten Firmenvertreter des Silicon Valley spitzten ihre Ohren, als Jane Alexander vom Department of Homeland Security auf einer Veranstaltung der Veritas Software Corporation sprach. Die US-amerikanische Regierung wolle in den kommenden Jahren bis zu 1 Milliarde US-Dollar für die technische Weiterentwicklung des Heimatschutzes investieren, verkündete sie. Sie gab den anwesenden 200 Managern mit, sie könnten durch gute Ideen an Regierungsaufträge gelangen.

Alexander, die der Homeland Security Advanced Research Projects Agency (HSARPA) vorsteht, erläuterte, Bildungsinstitutionen und die Industrie sollen helfen, "kritische Infrastruktur" wie Kraftwerke oder Telefonleitungen besser zu schützen. Auch sollten terroristische Aktivitäten wie Vorbereitungen auf Bio-Attentate aufgespürt und verhindert werden.

Eine Anregung gab Alexander den Managern mit: Es gebe in den USA 44.000 Polizei-Stationen und etwa ebenso viele Feuerwehren. Jede von ihnen könnte theoretisch als erste von einer Terrorattacke betroffen sein. Es müsse ein kostengünstiger Weg gefunden werden, wie alle diese Stationen mit ihren oft altertümlichen Kommunikationsgeräten schnell auf eine Wellenlänge gebracht werden können, ohne dass neue Geräte angeschafft werden müssten. Diese stammten oft noch aus den 60er Jahren. Sie alle zu ersetzen würde zwischen 8 Milliarden und bis zu 30 Milliarden US-Dollar kosten.

US-Präsident George W. Bush hatte das Heimatschutzministerium, das nach den Ereignissen des 11. September initiiert worden war, im November 2002 abgesegnet. (anw)