IBM und NEC polieren PCs auf
Die beiden Unternehmen nehmen sich des PC-Recyclings an -- zunächst in Japan. Die gesammelten Geräte werden gereinigt, überprüft und an einzelne Konsumenten oder über Großhändler wiederverkauft.
IBM Japan und NEC haben unabhängig voneinander den Markt für Gebraucht-PCs für sich entdeckt, berichtet die japanische Finanzzeitung Nihon Keizai Shimbun. Nachdem die beiden IT-Größen -- wie angekündigt -- jetzt alte Computer aufmöbeln und Endkunden sowie Großhändlern feilbieten wollen, könnte der sich ohnehin schon im Aufwind befindliche Markt für Gebraucht-PCs weiter an Bedeutung gewinnen.
Nach Recherchen der Zeitung sammelt bei IBM die Leasing-Abteilung die PCs überwiegend von Großkunden ein. NEC hingegen baut auf die Zulieferung von Seiten einzelner Konsumenten -- und zwar nur von PCs, die nicht vor Januar 2000 produziert wurden. Beide PC-Hersteller nehmen nur Rechner entgegen, die sie selbst hergestellt haben. Den Kandidaten, die nach der Grundreinigung einer eingehenden Prüfung standgehalten haben, klebt man in beiden Häusern das Siegel "Refreshed PC" auf. NEC gibt in Japan sogar eine sechsmonatige Garantie auf die Second-Hand-Rechner.
Nach Angaben der Nihon Keizai Shimbun hat der Markt für Gebraucht-PCs im Jahr 2002 um 22 Prozent auf 960.000 Einheiten zugelegt. Für 2003 erwarteten Marktforscher einen Anstieg um 25 Prozent auf 1,2 Millionen Geräte. Im Vergleich dazu wachse der Markt für neue PCs nur im einstelligen Bereich, so auch etwa in Deutschland. (ola)