EU erlaubt Breitbanddienste mit Mobilfunkfrequenzen
Die EU hat den Einsatz herkömmlicher GSM-Mobilfunkfrequenzen für drahtlose Breitbanddienste genehmigt.
- Bert Ungerer
Die EU wird mobilen Anwendern den Einsatz von Breitband-Datendiensten, wie es sie bisher in eigenen UMTS-Frequenzbereichen gibt, zukünftig in den herkömmlichen GSM-Bändern erlauben. Das soll "den Weg für eine neue Generation von Mobilfunkdiensten in Europa" ebnen und den Wettbewerb auf den europäischen Telekommunikationsmärkten sowie die Verbreitung mobiler Breitbanddienste fördern. Nach Angaben der zuständigen EU-Kommissarin Viviane Reding kann die Mobilfunkbranche dank der Lockerung bisheriger Vorschriften bis zu 1,6 Milliarden Euro an Investitionen in die Breitband-Infrastruktur einsparen.
Die heute in Kraft tretenden Änderungen betreffen die GSM-Richtlinie von 1987 und gelten ab sofort in der gesamten EU. Sie sollen sicherstellen, dass die bisherigen GSM-Dienste (Mobiltelefonie) mit Breitbandzugängen per Funk (sogenanntem 3G- und 4G-Mobilfunk) in den GSM-Frequenzbändern 900 MHz und 1800 MHz miteinander harmonieren. Die nationalen Behörden haben nun sechs Monate Zeit, die Richtlinie umzusetzen und GSM-Frequenzen tatsächlich für schnelle Datendienste zur Verfügung zu stellen.
(un)