Funkwerk profitiert erneut von Bahn-Aufträgen
Der ThĂĽringer Kommunikationstechnik-Hersteller hebt seine Umsatzprognose nach einem Rekordquartal an.
Der Thüringer Kommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk hebt seine Umsatzprognose nach einem Rekordquartal an. Nach ursprünglich geplanten 126 Millionen Euro soll der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr auf 150 Millionen Euro steigen. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) peilt das börsennotierte Unternehmen ein Plus von 35 Prozent auf mehr als zwölf Millionen Euro an, sagte Vorstandschef Hans Grundner am Donnerstag bei Vorlage der Halbjahresergebnisse. Funkwerk mit Sitz in Kölleda beschäftigt mehr als 800 Mitarbeiter.
Das Unternehmen liefert Mobilfunkterminals fĂĽr Bahngesellschaften und stellt Telefonfreisprech- und Empfangsanlagen fĂĽr die Automobilindustrie her. In den ersten sechs Monaten 2003 stieg der Umsatz der Funkwerk-Gruppe nach eigenen Angaben um 70 Prozent auf 77,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 6,9 Millionen Euro. Der KonzernĂĽberschuss belief sich im ersten Halbjahr auf 4,4 Millionen Euro nach 2,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Den optimistischen Ausblick auf das Gesamtjahr begründete der Vorstand mit der positiven Auftragsentwicklung. Die Auftragszugänge beliefen sich auf 73,8 Millionen Euro (plus 51 Prozent). Allerdings liegt der Auftragsbestand mit 86,1 Millionen Euro fast 20 Millionen Euro niedriger als vor Jahresfrist.
Funkwerk hatte in diesem Jahr die Nürnberger Firma BinTec Access Networks GmbH übernommen, die den dritten Geschäftsbereich private Netze verstärkt. Er hatte ein Umsatzvolumen von 23 Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte. (dpa)/ (tol)