Peregrine entkommt dem Insolvenzverfahren
Der Softwarehersteller rĂĽhmt sich, das erste Unternehmen seiner Branche zu sein, das das Verfahren nach Chapter 11 erfolgreich abschlieĂźen kann.
Nach knapp einem Jahr Gläubigerschutz hat der US-amerikanische Softwarehersteller Peregrine das Verfahren nach Chapter 11 des US-amerikanischen Konkursrechts eingestellt. Dies teilt das Unternehmen heute mit. "Wir sind stolz darauf, das erste Software-Unternehmen zu sein, dass sich unter dem Gläubigerschutz erfolgreich reorganisieren konnte", meint CEO Gary Greenfield. In den vergangenen Monaten habe man weiter mit Kunden wie IBM und Lufthansa zusammengearbeitet.
Peregrine hatte im September in den USA Gläubigerschutz beantragt. Die Firma musste eingestehen, die Umsätze um 509 Millionen US-Dollar zu hoch ausgewiesen zu haben. Die Wirtschaftsprüfungsfirma Arthur Andersen LLP wurde auf mindestens 250 Millionen US-Dollar Schadenersatz verklagt, da sie eine Mitschuld an der finanziellen Misere haben soll. Mittlerweile hat Peregrine nach Entlassungen noch 620 Mitarbeiter. In guten Zeiten beschäftigte es mehr als 4000 Menschen. (anw)