Fraunhofer-Institut zeigt intelligente Kleidung auf der IFA
Mit GPS-Navigation per Tastatur und Display im Jackenärmel und Auftragsabwicklung per SMS sollen Fahrradkuriere künftig einen einfacheren Job haben.
Das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) will auf der Internationalen Funkausstellung 2003 (29. August bis 3. September in Berlin) Kleidung mit integrierten Kommunikationssystemen zeigen. Dazu gehört etwa eine neue Anwendung für Fahrradkuriere -- denn das sei ein "harter Job", meint man beim Fraunhofer-Institut und will die Arbeit daher durch die Integration von Kommunikationshardware in die Kleidung erleichtern. Auftragsabwicklung per SMS, ein GPS-System mit Navigation per Display und Tastaturfeld im Ärmel sowie Ortung durch die Kurierzentrale gehören zu der Lösung, die das Fraunhofer-Institut zusammen mit der Berliner Fachhochschule für Technik und Wirtschaft entwickelt hat. Die Energie für das System kommt dabei nicht etwa durch Batterien, die ein Fahrradkurier dann wieder durch Muskelleistung auf seinen Wegen mitbewegen müsste, sondern durch einen Zusatzdynamo.
Langfristig gehen die Fraunhofer-Forscher davon aus, dass durch die Integration von Leiterbahnen und Bussystemen direkt in die Kleidung ganze Netzwerke entstehen, an die dann auch weitere Aktoren und Sensoren angeschlossen werden können. Auch Datenspeicher und etwa Solarzellen, die ebenfalls direkt in der Kleidung untergebracht sind, ließen sich künftig damit direkt ansteuern beziehungsweise anzapfen. Das Fraunhofer Institut hat beispielsweise schon waschbare Transponder mit gewebter Antenne und ultradünnem Transponder-Modul entwickelt. (jk)