Siemens setzt auf Intranet-IP-Telefonie

Die Marktforscher von IDC sehen ein Wachstum auf dem Weltmarkt für IP-Telefonausrüstung bis 2007 von 45 Prozent jährlich.

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Von
  • Torge Löding

Die Siemens AG möchte den Spezialisten für die Entwicklung von IP-Telefonausrüstung Cycos ganz und gar übernehmen. Das deutete Michael Meyer, Chef der Strategieabteilung für Unternehmensnetze bei der Siemens Information and Communication Networks Group, im Gespräch mit dem Handelsblatt an. Seite Juni hält Siemens bereits die Mehrheit an der Firma. "Wir wollen weltweit die Nummer eins in der IP-Telefonie bleiben", sagte er. Nachdem Cisco schon einige Zeit IP-Telefonie propagiert und auch Microsoft im April größeres Engagement im Bereich der IP-Telefonie angekündigt hatte, prophezeit damit ein weiterer Großkonzern der oftmals totgesagten IP-Telefonie gute Zukunftsaussichten.

Dabei bezieht sich Siemens auf eine Studie der Marktforscher von IDC. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass der Weltmarkt für IP-Telefonausrüstungen bis 2007 jährlich um durchschnittlich 45 Prozent wachsen werde. Dabei sollen die Umsätze für Enterprise-Lösungen allein in diesem Jahr um 66 Prozent wachsen. Der Siemens-Vertreter verwies darauf, dass Unternehmen mit solchen Lösungen erheblich Kosten einsparen können, da sie keine separaten Netze für Daten und Telefonie mehr unterhalten müssen. An dem Markt wollen aber auch kleinere Firmen verdienen: So startete der immer für Publicitry-Gags zu begeisternde ehemalige MP3.com-Chef und jetzige Lindows-Protagonist Michael Robertson eben erst eine eigene Firma, die Internet-Telefonie mit SIP-Telefonen popularisieren soll. Vergleichbare Angebote, die das Session Initiation Protocol nutzen, gibt es aber ebenfalls bereits einige. (tol)