Fusionsverhandlungen zwischen BMG und Warner Music vor Abschluss
Eine Exklusivitätsvereinbarung, die Verhandlungen mit anderen Konzernen ausschließt, ist bis Ende August verlängert worden.
Die Fusionsverhandlungen zwischen den beiden Musikkonzernen BMG und Warner sind nach einem Bericht des Spiegel in das entscheidende Stadium eingetreten. Bei Bertelsmann und AOL Time Warner werde derzeit intensiv an der Unternehmensbewertung gearbeitet, schreibt das Magazin. Eine Stellungnahme von Bertelsmann oder Warner dazu gibt es bisher aber nicht.
Schon seit Anfang des Jahres ist die Musikbranche von den Konsolidierungsbemühungen der fünf großen Musikkonzerne BMG, Warner, Sony Music, Universal und EMI geprägt, die zusammen rund 72 Prozent des weltweiten Musikmarktes kontrollieren, aber unter starken Umsatzeinbrüchen leiden.
Eine Exklusivitätsvereinbarung, die Verhandlungen mit anderen Konzernen ausschließt, sei bis Ende August verlängert worden. Bis dahin werde feststehen, ob die Fusion tatsächlich vollzogen werde, berichtet der Spiegel unter Berufung auf Verhandlungskreise.
Der Knackpunkt sei die Verteilung der Anteile an dem neuen Musikriesen, der vermutlich rund 31 Prozent des US-amerikanischen und etwa 20 Prozent des europäischen Marktes beherrschen würde. Bertelsmann strebe ein 50-50-Joint-Venture an, AOL Time Warner habe ursprünglich geplant, das neue Unternehmen mit rund 60 Prozent zu dominieren. BMG hatte 2002 einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro, Warner Music Group kam nach früheren Angaben auf einen Umsatz von 3,66 Milliarden Euro. (dpa)/ (tol)