Software-Publisher CDV hat Probleme
Um eine Gewinnwarnung kommt das Unternehmen auch nach Entlassungen nicht herum; das Projekt "Galaxy Andromeda" wird zudem eingestellt.
Der Softwareverleger CDV hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Der Nettoumsatz in den Monaten April bis Juni werde zwar voraussichtlich mit vier Millionen Euro in etwa auf Höhe des Vergleichswertes des Vorjahres liegen, der Verlust aber auf vier Millionen Euro zulegen (im zweiten Quartal 2002 betrug der Verlust eine Million Euro).
Das angepeilte Umsatzwachstum konnte aufgrund einiger Release-Verschiebungen sowie unter den Erwartungen liegenden Absatzzahlen im zweiten Quartal nicht realisiert werden, erklärt das Unternehmen. "Der Personalbestand, der im letzten Jahr für ein deutlich größeres Wachstum aufgebaut wurde, wird kurzfristig an die neuen Rahmenbedingungen angepasst", hieß es nun bei CDV -- erst vor kurzem wollte man die Entlassung von 20 Mitarbeiter nicht offiziell bestätigen. Jetzt sollen weitere Restrukturierungsmaßnahmen greifen, die alle Unternehmensbereiche betreffen.
Aufgrund der unter den Erwartungen liegenden Absatzzahlen wurde das Spiel Himmel & Hölle im abgelaufenen Quartal um 930.000 Euro wertberichtigt, erklärte CDV. Da die Erfolgsaussichten für das Projekt Galaxy Andromeda ebenfalls als nicht mehr sehr hoch eingeschätzt werden, wird das Projekt beendet und ebenfalls bilanziell wertberichtigt. Für das Gesamtjahr geht der Vorstand nicht mehr von einem positiven Ergebnis aus. (tol)