T-Online steigert operatives Ergebnis und Umsatz [Update]
Neue Breitbandkunden steigern das Ergebnis des Internet-Providers.
Ein gut verlaufenes erstes Halbjahr vermeldet T-Online. Vor Steuern lag das Ergebnis bei 23 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Verlust von 130 Millionen Euro gegeben. Der Umsatz erhöhte sich um 22 Prozent auf 894 Millionen Euro. Ende Juni hatten T-Online und ihre ausländischen Töchter in Österreich, der Schweiz, Spanien und in Frankreich insgesamt 12,7 Millionen Kunden.
Die Steigerung der operativen Ertragskraft führt das Unternehmen vor allem auf eine positive Entwicklung der Rohertragsmarge bei steigendem Umsatz zurück. Die Marge lag im zweiten Quartal bei 57,5 (erstes Quartal: 56,0) Prozent. Positiv wirkten sich dabei der höhere Anteil an Breitbandkunden und die gute Netzauslastung aus. Außerdem habe ein Schwerpunkt des zweiten Quartals auf dem Ausbau der kostenpflichtigen Angebote und Dienstleistungen gelegen, etwa mit "Games-on-Demand" und die Möglichkeit, Kino-Tickets online reservieren zu lassen.
Der Anteil der Breitbandkunden stieg im zweiten Quartal auf 25 Prozent nach 24 Prozent im Vorquartal; in Deutschland allein lag der Anteil der Breitbandkunden bei 29 Prozent. Zum Ende des Quartals zählte T-Online in Deutschland 3,01 Millionen Kunden mit Breitbandtarif; im Vorjahr waren es noch 2,19. Von den T-Online-Breitbandkunden in Deutschland nutzten 1,82 Millionen die Flatrate.
Mit einer monatlichen Nutzung von durchschnittlich 3.240 Minuten je Kunde im zweiten Quartal stabilisierte sich die Nutzung auf hohem Niveau im Vergleich zum vorherigen Quartal (3.248 Minuten), heißt es bei T-Online. Dabei zeige sich der typische positive Effekt eines veränderten Medienverhaltens nach medialen Großereignissen.
Angesichts des guten Geschäftsverlaufs erhöht T-Online nun seine Gewinnprognose für das Jahr 2003. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen 250 Millionen bis 300 Millionen Euro, sagte T-Online-Chef Thomas Holtrop. Ursprünglich hatte die Telekom-Tochter mit rund 90 Millionen Euro weniger gerechnet. (tol)