Messe "discuss & discover" bleibt hinter Erwartungen zurĂĽck

Das erklärte Ziel, die stärkste der drei süddeutschen IT-Herbstmessen zu werden, hat die "discuss & discover" verfehlt. Etwa 6000 Teilnehmer besuchten die Münchner Veranstaltung, die bewusst nicht mehr den Weg der klassischen Messe geht.

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Das erklärte Ziel, die stärkste der drei süddeutschen IT-Herbstmessen zu werden, hat die "discuss & discover" verfehlt. Etwa 6000 Teilnehmer besuchten die Münchner Veranstaltung, die als Mix aus Konferenz, Ausstellung, einem öffentlichen Forum und weiteren Bestandteilen bewusst nicht mehr den Weg der klassischen Messe geht.

Mit der Systems, die vergangenes Jahr zum letzten Mal stattfand, will sich die Messegesellschaft wegen des neuen Konzepts nicht messen lassen. Mit der Stuttgarter "IT & Business" und der Nürnberger "it-sa", die beide ebenfalls aus der Historie der Münchner Systems entstanden sind, kann ein Vergleich aber kaum ausbleiben. So war Klaus Dittrich, Geschäftsführer der Messe München, am Montag optimistisch, dass die "discuss & discover" die stärkste der drei Veranstaltungen würde.

Stuttgart meldete jedoch für die besonders auf ERP-Software und Mittelstand ausgerichtete "IT & Business " eine Besucherzahl von 6.600. Nürnberg erreichte 6700 Besucher mit der "it-sa ", die aus dem IT-Security-Segment heraus entstand, dem einzigen Bereich der Systems mit bis zum Schluss konstanten Zuwächsen. Unter dem Strich erreichten alle drei Veranstaltungen zusammen knapp die Hälfte der Besucher der Systems 2008.

Am grundsätzlichen Konzept der "discuss & discover" möchte die Messegesellschaft München trotz der enttäuschenden Zahlen nicht rütteln. Insbesondere mit der Konferenz, die etwa 1000 Teilnehmer anzog, ist Dittrich sehr zufrieden. Er glaubt daran, dass die Kombination der sechs Module und die Auswahl von drei Schwerpunktthemen der richtige Ansatz ist. Auch die Firmenveranstaltungen waren gut besucht: Alleine die Microsoft-Konferenz am Dienstag zog mit 520 Teilnehmern knapp zehn Prozent der gesamten Besucher an.

Im Detail will die Messegesellschaft jedoch nachbessern, um im kommenden Jahr attraktiver zu werden. Was sich genau ändern wird, ist dabei noch völlig offen und soll in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Firmen entschieden werden. Dabei steht von der preislichen Gestaltung bis zu dem Aufbau einzelner Module nahezu alles zur Disposition.

Erklärtes Ziel ist die Profitabilität bis zum Jahr 2011. Im kommenden Jahr wird sich die Konkurrenz der Veranstaltungen jedoch eher verschärfen, da die Nürnberger "it-sa" parallel zur "discuss & discover" vom 19. bis 21. Oktober 2010 stattfinden soll.

(pmz)