Microsoft stellt angeblich Entwicklung von Outlook Express ein
Microsoft will den Mail- und Newsclient Outlook Express laut Pressemeldungen nicht weiterentwickeln.
Der Software-Riese Microsoft will den E-Mail- und Newsclient Outlook Express nicht weiterentwickeln. Das bestätigte zumindest laut einer Meldung von ZDNet Dan Leach, der Leiter der Information Worker Product Management Group von Microsoft. Die Technologie werde nicht verschwinden, man werde aber nicht mehr an ihr arbeiten, so Leach. Der Konzern werde seinen Einsatz künftig auf Hotmail und MSN bündeln. Bei künftigen Investitionen und weiterer Entwicklungsarbeit stünden diese beiden Produkte im Fokus. Microsoft Deutschland wollte die Einstellung von Outlook Express gegenüber heise online allerdings weder bestätigen noch dementieren; man habe darüber keine Informationen vorliegen, hieß es.
Outlook Express ist Bestandteil der Windows-Standardinstallation und dadurch weit verbreitet, auch in Firmen. Falls Microsoft das kostenlose Produkt tatsächlich einstellt, dürfte das Unternehmen darauf setzen, die gewerblichen Kunden auf mittlere Sicht zu einem Umstieg auf den kostenpflichtigen großen Bruder Outlook zu bewegen und damit zusätzliche Lizenzeinnahmen zu generieren. Bereits Anfang Juni hatte Microsoft verkündet, dass der Internet Explorer (als dessen Bestandteil Outlook Express auch geliefert wird) in der Version 6 seine letzte Inkarnation als Standalone-Software erfahren wird. Microsofts Webbrowser soll als Teil des Betriebssystems weiterentwickelt werden. (uma)