FSFE: Lasst MySQL frei!
Die Free Software Foundation Europe hat eine pragmatische Lösung für den Konflikt zwischen der EU-Kommission und Oracle vorgeschlagen.
Die Free Software Foundation Europe (FSFE) hat eine pragmatische Lösung für den Konflikt zwischen der EU-Kommission und Oracle vorgeschlagen. Derzeit prüft die EU-Kommission, ob die Übernahme von MySQL zusammen mit Sun durch Oracle den Wettbewerb auf dem Datenbankmarkt einschränkt. Von dem Ergebnis hängt ab, ob die Kommission die Übernahme gestattet.
Die FSFE schlägt vor, dass Oracle MySQL nach der Übernahme an eine unabhängige gemeinnützige Organisation übergeben solle. Diese Lösung käme einerseits den Interessen der MySQL-Community entgegen, da eine solche Organisation die Weiterentwicklung der Datenbank garantieren könne; andererseits werde so im Interesse von Oracle verhindert, dass ein Konkurrent des Datenbankherstellers die freie Datenbank übernimmt.
Für Karsten Gerloff, Präsident der FSFE sollte "das Schicksal eines Projektes wie MySQL nie von einem einzelnen Unternehmen abhängen". In einem ausführlichen Blog-Eintrag liefert er eine Analyse des Problems.
Siehe dazu auch auf heise open:
- Hosen runter!, Was will Oracle mit MySQL anfangen?
(odi)