Skizzierte Schaltkreise
Britische Forscher haben eine Methode entwickelt, die Herstellung und Untersuchung von quantenelektronischen Bauelementen wesentlich vereinfacht.
Britische Forscher haben eine Methode entwickelt, die Herstellung und Untersuchung von quantenelektronischen Bauelementen wesentlich vereinfacht. Das Fernziel eines skalierbaren Quantenrechners, dessen Rechenkapazität allen konventionellen Rechnerarchitekturen bei weitem überlegen wäre, ist damit ein Stück näher gerückt.
In der Fachzeitschrift Nature beschrieben Rolf Crook und Kollegen ihre Methode (Erasable electrostatic lithography for quantum components, Nature Vol. 424, 14. August 2003, S. 751): Mit Hilfe von zwei Metallelektroden verursachen sie in einer dünnen Galliumarsenidschicht, die von einer Isolationsschicht umgeben ist, eine Verarmung an Ladungsträgern. Anschließend "skizzieren" sie mit einem Rasterelektronenmikroskop auf der Oberfläche des Isolators die gewünschten quantenelektronischen Strukturen.
Aufgrund der elektrostatischen Wechselwirkung mit der vergrabenen Halbleiterschicht bleiben Elektronen auf der Oberfläche liegen, die wiederum die Ladungsträgerdichte und Potenzialverläufe in der Halbleiterschicht verändert. Die so erzeugten Strukturen kann man leicht wieder löschen, indem man die Halbleiterschicht beispielsweise mit rotem Licht bestrahlt.
Siehe auch Telepolis: (wst)