Axel Springer gleicht Anzeigenflaute mit Vertriebserlösen aus
Im Laufe des Jahres zieht die Verlagsverwaltung von Hamburg nach Berlin um.
Das Verlagshaus Axel Springer hat im ersten Halbjahr 2003 den Ertrag im operativen Geschäft verbessert. Der Konzern steigerte das EBITA (vor Sonderfaktoren) von 50 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 120 Millionen Euro. Der Konzernumsatz lag mit 1,2 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (1,19 Milliarden) und der Konzern-Halbjahresüberschuss erhöhte sich im ersten Halbjahr 2003 um 25 Prozent auf über 90 Millionen Euro.
Der Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner bezeichnete das gute Ergebnis als eine Konsequenz des Kürzungsprogrammes, dem mehr als zehn Prozent aller Arbeitsplätze im Verlag zum Opfer gefallen sind. Aufgrund der Wirtschaftsflaute werde das Restrukturierungsprogramm nun fortgesetzt, gleichzeitig plane der Verlag Investitionen in neue Zeitungen und Zeitschriften. Im Rahmen des Sparprogrammes verlegt Springer seine Hauptverwaltung im Laufe des Jahres 2003 von Hamburg nach Berlin.
Zur Stabilisierung des Konzernumsatzes auf Vorjahresniveau trug im Berichtszeitraum eine Steigerung der Vertriebserlöse -- durch Erhöhung der Copypreise -- um 5,5 Prozent auf 567 Millionen Euro bei (1. Halbjahr 2002: 538 Millionen). Ihr Anteil am Gesamtumsatz des Konzerns lag somit bei 47,3 Prozent. Durch die Erhöhung der Vertriebserlöse konnte der Rückgang der Anzeigenumsätze von 508 Millionen im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 480 Millionen aufgefangen werden. (tol)