Pixelpark verringert Verluste [Update]
Mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres könne das Unternehmen nicht zufrieden sein, meinte allerdings der Vorstandsvorsitzende Michael Riese.
Der angeschlagene Internet-Dienstleister Pixelpark hat seine Verluste im ersten Halbjahr 2003 spürbar verringert. Von Januar bis Juni stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 4,4 Millionen Euro nach minus 21,2 Millionen Euro ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Freitag in Berlin mitteilte. Angesichts der laufenden Sanierung schrumpfte der Umsatz drastisch auf 6,5 Millionen Euro (Vorjahr: 25,9 Mio Euro). Der Geschäftsrückgang habe im zweiten Quartal aufgehalten werden können, hieß es. Dennoch bleibe der Markt schwierig. Pixelpark strebt 2004 schwarze Zahlen an.
Mit dem Ergebnis des ersten Halbjahres könne das Unternehmen nicht zufrieden sein, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Riese. Die Nachfrage sei weiterhin äußerst zurückhaltend. Für die zweite Hälfte des Jahres werde aber ein verstärkter Auftragseingang erwartet, erst dann werde auch die geringere Kostenbasis voll zu spüren sein. Bei der Hauptversammlung am 26. August in Berlin solle die strategische Neuausrichtung des Konzerns beschlossen werden.
Pixelpark, einer der einstigen Stars am Neuen Markt, macht seit längerer Zeit Verluste und war durch interne Machtkämpfe geschwächt. Nach drastischem Personalabbau sank die Zahl der Beschäftigten von einst 1200 auf 200. Das Unternehmen will sich nach dem Rückzug aus Auslandsaktivitäten auf den deutschsprachigen Raum konzentrieren.
Der Vorstandsvorsitzende Michael Riese kaufte am Freitag indirekt zehn Prozent der Anteile am eigenen Unternehmen. Mit dem Kauf der Anteile habe Vorstandschef Riese sein Engagement für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens unterstrichen, hieß es. Den Angaben zufolge übernahm Riese die Hamburger Charisma Vermögensverwaltungsgesellschaft, die zehn Prozent an Pixelpark hält. Zum Kaufpreis wurde nichts mitgeteilt. An Pixelpark sind weiterhin auch Bertelsmann mit 20 Prozent und der als Vorstandschef entlassene Firmengründer Paulus Neef mit 17,7 Prozent beteiligt. (dpa) / (jk)