Preisverfall belastet Fujitsu-Siemens

Obwohl die Computerverkäufe bislang mit knapp 8 Prozent stärker als erwartet kletterten, wollte der Fujitsu-Siemens-Chef nicht von einem Ende der Flaute reden.

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  • dpa

Der schärfere Wettbewerb auf dem PC-Markt belastet auch Europas größten Computerhersteller Fujitsu-Siemens. "Wegen des enorm hohen Preisverfalls ist der Umsatz trotz höherer Stückzahlen etwas gesunken", sagte der Chef von Fujitsu-Siemens, Adrian von Hammerstein, dem Handelsblatt. Zwar sei das Geschäft im Juli "ganz ordentlich" verlaufen und die Stückzahlen seien nochmals gesteigert worden, der Preisverfall habe sich jedoch fortgesetzt.

Obwohl die Computerverkäufe der Branche bislang mit knapp 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stärker als erwartet kletterten, wollte von Hammerstein nicht von einem Ende der Flaute reden. "Die letzten Monate waren nicht schlecht. Allerdings ist nach wie vor fraglich, ob das schon der Beginn eines Aufschwungs ist." Bislang gebe es lediglich leichte Anzeichen, dass das Geschäft anziehe. Aber eine durchgreifende Besserung sei noch nicht in Sicht.

Detaillierte Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 (31. März) will Fujitsu-Siemens erst im Oktober bekannt geben. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte das Unternehmen wegen hoher Restrukturierungskosten einen Gewinneinbruch verbucht. Vor Steuern ging der Ertrag von 29 Millionen Euro im Vorjahr auf acht Millionen Euro zurück. Auch der Umsatz sank mit rund 5,3 Milliarden Euro leicht. Von Hammerstein hatte im Mai angekündigt, Fujitsu-Siemens wolle trotz des anhaltend schwierigen Umfeldes schneller wachsen als der Markt. (dpa) / (jk)