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Canon bohrt die A-Klasse auf

Die für Pragmatiker seit jeher interessante A-Klasse wird um die Digicam PowerShot A80 ergänzt, ein 4-Megapixel-Modell im selben Gehäuse wie die kleineren Schwestern A60 und A70.

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Von
  • Dr. Klaus Peeck

Neben der heute angekündigten, sicher bahnbrechenden EOS 300D übersieht man fast Canons zweite Neuankündigung: Die für Pragmatiker seit jeher interessante A-Klasse ergänzt Canon um die PowerShot A80, ein 4-Megapixel-Modell im selben Gehäuse wie die kleineren Schwestern A60 und A70. Verkaufsstart soll Oktober sein, und der unverbindliche Preis liegt bei 449 Euro.

Canon PowerShot A80

Technologisch nimmt die Kamera Anleihen bei gleich mehreren hauseigenen Gerätereihen und wird dadurch weiter aufgewertet: Aus der G-Klasse stammt der neue, dreh- und schwenkbare TFT-Monitor, der flexiblere Aufnahmepositionen ermöglicht und zum eigenen Schutz auch umgedreht an das Gehäuse angeklappt werden kann. Der "intelligente" 9-Punkt-Autofokus stammt hingegen von den S-Klasse-Modellen.

Die eigene Tradition wird schließlich mit dem bekannten 3fach-Zoom fortgesetzt, mit 38-114 mm Brennweite (bezogen auf das KB-Format) und größter Blende von f/2,8-4,9. Allerdings ist der 4-Megapixel-CCD mit 1/1,8 Zoll größer als die bei den kleineren Modellen verwendeten 1/2,7-Zoll-Chips, was die optischen Verhältnisse etwas ändert. Am Limit bewegte sich die A-Klasse in unseren Tests bisher allerdings nicht, da das Objektiv auch nicht so extrem miniaturisiert ist. Das wieder etwas vergrößerte Sensorformat lässt auf ein künftig vielleicht wieder unkritischeres Rauschverhalten hoffen.

Ein DIGIC-Prozessor soll die kamerainterne Datenverarbeitung so weit beschleunigen, dass 2,4 Bilder pro Sekunde über 5 Aufnahmen hinweg im Serienbildmodus möglich werden. Belichtungsseitig stehen die bekannten umfangreichen Möglichkeiten der Schwestermodelle zur Verfügung, einschließlich Motivprogrammen, Voll- und Teilautomatiken (Blenden- und Zeitvorwahl) sowie vollmanueller Steuerung. Sogar zwei Custom-Positionen für persönliche Presets sind jetzt vorhanden. Der Weißabgleich kann ebenfalls wahlweise einer manuellen Einmessung unterworfen werden. Während der Bildwiedergabe steht ein Histogramm zur Verfügung, außerdem sind nachträgliche Sprachkommentare möglich. Die VGA-Auflösung von Videoclips wurde leider beschnitten -- künftig ist bei QVGA Schluss.

Den Direktdruck von Bildern unterstützt die A80 auch über das "PictBridge"-Protokoll, das via USB-Verbindung direkte Fotoausdrucke ohne Umweg über den PC auch auf kompatiblen Druckern fremder Hersteller ermöglichen soll. Die übrige Kommunikation läuft über ein USB-1.1-Interface und einen A/V-Ausgang.

Der guten Canon-Tradition folgend, die bisher nur durch die Ixus II unterbrochen wurde, verwendet die A80 CompactFlash-Cards vom Typ I als Speichermedium, die Energieversorgung wird durch 4 Mignon-Zellen gewährleistet. Beides ist dazu geeignet, die Folgekosten für Speicher und Energie im Rahmen zu halten. (Dr. Klaus Peeck) / (jk)