Photonik-Spezialist Ciena verringert Verluste
Der Netzwerkausrüster und Spezialist für optische Netze hofft auf Ausdehung seiner Marktpräsenz und kauft Akara, Hersteller von SAN-Lösungen auf SONET/SDH-Basis.
Der Umsatz stieg zwar bei Ciena nicht so stark wie erwartet, aber dafür sanken auch die Verluste: Durch Kostenreduzierungen habe man den Verlust im dritten Quartal von 160 Millionen US-Dollar im gleichen Quartal des Vorjahrs auf nunmehr 88,9 Millionen US-Dollar reduzieren können, erklärte der Netzwerkausrüster und Spezialist für optische Netze. Der Umsatz stieg zwar um 37 Prozent von 50 auf 68,5 Millionen US-Dollar; eigentlich erwarteten Analysten aber 71 Millionen US-Dollar, nachdem die Firma selbst einen Umsatz zwischen 65 und 75 Millionen prognostiziert hatte.
Die Bemühungen zur Rückkehr in die Gewinnzone konzentrierten sich nun darauf, gleichzeitig die Umsätze zu steigern, die Marktpräsenz auszudehnen und die Kosten weiter zu reduzieren, meinte Ciena-Chef Gary Smith: "Ciena ist jetzt eine ganz andere Firma als noch vor einem Jahr, und wir sind damit noch nicht fertig." Die Umwandlung sei keine Option, sondern eine Notwendigkeit: "Wir müssen größer, nicht kleiner werden." Man könne nicht nur einfach die Kosten senken, um wieder Gewinne einzufahren.
Das Management dürfte die 72 Kunden, die Ciena im dritten Quartal Umsätze brachten, schon als Zeichen dafür sehen, dass man auf dem richtigen Weg ist: Immerhin stellt dies eine Rekordzahl für Cienas Kundenbasis dar. Im dritten Quartal alleine seien sieben neue Kunden dazugekommen, darunter zwei etablierter Carrier. Gleichzeitig mit der Vorstellung der Bilanzzahlen gab Ciena zudem bekannt, man werde die bislang nicht an der Börse gehandelte Firma Akara für 45 Millionen US-Dollar übernehmen -- 14 Millionen davon sollen in Ciena-Aktien gezahlt werden. Akara ist unter anderem spezialisiert auf SAN-Lösungen (Storage Area Network) auf Basis von SONET/SDH-Netzen. (jk)