KPN verbessert Ergebnis
Die deutsche KPN-Tochter E-Plus kann die Kundenzahl wieder steigern.
Der niederländische Telekomkonzern KPN hat im zweiten Quartal seinen Gewinn stärker gesteigert als erwartet. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Sonderposten (EBITDA) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 1,247 Milliarden Euro, wie KPN am heutigen Freitag in Amsterdam mitteilte. Der Nettogewinn kletterte auf 192 Millionen Euro nach einem Verlust von 79 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Einschließlich außergewöhnlicher Belastungen und Abschreibungen hatte der Verlust vor einem Jahr 9,2 Milliarden Euro betragen, nun gab es auch unter Berücksichtigung der Sonderaufwendungen einen Gewinn von 183 Millionen Euro.
Der Umsatz im zweiten Quartal sank dagegen leicht um 1,3 Prozent auf 3,043 Milliarden. Im Kerngeschäft (Festnetz- und Mobiltelefonie) stieg der Umsatz allerdings um 2,6 Prozent; das Festnetzgeschäft legte dabei nur marginal um 0,2 Prozent zu, das Mobilfunkgeschäft dagegen um 6,4 Prozent.
Für das Gesamtjahr hat KPN seine Erwartungen angehoben. Das EBITDA solle um zehn Prozent wachsen, im Mai ging der Konzern noch von fünf Prozent aus. Für den Vorsteuergewinn erwartet das Unternehmen 1,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr gegenüber einer früheren Schätzung von über einer Milliarde Euro. Für das Gesamtjahr rechnet KPN mit einem Festnetz-Umsatz wie im Vorjahr. Die Mobilfunkumsätze sollen um zehn Prozent steigen.
Bei der deutschen Tochter E-Plus stieg die Anzahl der Kunden zum Ende des Quartals um 8,8 Prozent auf 7,716 Millionen; mittlerweile habe der Mobilfunkbetreiber, in Deutschland auf Platz 3 hinter T-Mobile und Vodafone und vor O2 angesiedelt, über 7,8 Millionen Kunden, ist man sich bei KPN sicher. In den Niederlanden sank die Zahl der Kunden hingegen um 5,2 Prozent auf 4,919 Millionen. KPN will in der nächsten Zeit vor allem die Schulden weiter abbauen. Die Netto-Verschuldung betrug zum Ende des zweiten Quartals 10,2 Milliarden Euro nach 15 Milliarden Euro vor einem Jahr. Bis Ende 2003 solle der Schuldenstand auf unter 9,5 Milliarden Euro sinken, hofft KPN. (jk)