E-Plus sieht vor 2005 keinen Durchbruch für UMTS
Nach Ansicht von E-Plus-Chef Bergheim beten bei UMTS zurzeit alle den Patienten gesund.
Der Durchbruch des Milliarden teuren neuen Mobilfunkstandards UMTS lässt laut Experten immer länger auf sich warten. Zwar will die Mobilfunkbranche bis Ende 2003 die UMTS-Netze in Betrieb nehmen. Ein ernsthafter Start werde aber mindestens bis Ende 2004 auf sich warten lassen, prognostiziert der Betreiber E-Plus. "Ich sehe nicht, dass bis zum Ende des Jahres 2004 viel passiert, das der Vermarktung von UMTS zum Durchbruch verhilft", sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
Die gesamte Branche habe zu früh zu viel versprochen und müsse nun realistisch werden. Weder seien die Probleme mit der UMTS-Technik gelöst, noch gebe es die UMTS-Handys. "Das, was sich alle unter der großen, bunten UMTS-Welt vorgestellt hatten, wird auch zur CeBIT im Frühjahr 2004 erst in Anfängen zu sehen sein", wird Bergheim zitiert. UMTS werde nicht explodieren, "da beten im Moment alle den Patienten gesund". Gleichwohl gingen die UMTS-Netze zum Jahresende 2003 in Betrieb, da dies in den UMTS-Lizenzbedingungen festgeschrieben sei und von der Regulierungsbehörde überprüft werde. (dpa)/ (tol)