Fraunhofer-Institut entwickelt virtuellen ReisefĂĽhrer
Das "Universelle Mobile Informationssystem" soll dem Benutzer akustische Informationen zur gerade durchquerten Region liefern und sich ständig neue Daten über Internet oder digitalen Rundfunk holen.
Ein neu entwickelter virtueller Reiseführer des Erlanger Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltung (IIS) soll von Mitte 2004 an Radlern den nächsten Biergarten anpreisen und Autofahrern Hinweise zu Sehenswürdigkeiten geben. Das Universelle Mobile Informationssystem (UMIS) liefere dem Benutzer mittels eines Taschencomputers akustische Informationen zur gerade durchquerten Region, berichtete das Institut am Montag.
Die Daten erhalte das etwa 500 Euro teure Gerät von CD, per Internet oder über digitalen Rundfunk. Dabei aktualisiere es sich immer wieder selbst und sei auch lernfähig. "Wenn der Benutzer kein Interesse beispielsweise an Museen hat und bei diesen Themen das Gerät ausschaltet, merkt es sich das. Künftig verschont es den Fahrer mit Informationen zu Museen", sagte Olaf Korte vom Institut.
Im Moment befindet sich das System noch in der Testphase. In einem Pilotprojekt soll es in den nächsten Monaten bei Verkehrsfahrten getestet werden. Als kleinen, tragbaren Taschencomputer für Radfahrer oder Fußgänger gäbe es das System voraussichtlich Mitte nächsten Jahres. Wann es in Autos eingebaut werde, hänge mit dem Erfolg der Testfahrten und dem Interesse der Automobilindustrie zusammen. Ein weiterer Einsatzbereich des virtuellen Reiseführers sei der Tourismus. In Stadt- und Reisebussen könnte UMIS den Reisenden über Bildschirm und Kopfhörer -- sogar in verschiedenen Sprachen -- mit akustischen und multimedialen Informationen zu historischen Gebäuden, Gaststätten, Hotels oder aktuellen Veranstaltungen versorgen, teilte Korte mit. (dpa) / (jk)