Pixelpark-GrĂĽnder Neef auf Hauptversammlung nicht entlastet

Der Streit mit dem fristlos entlassenen Ex-Chef wird vermutlich in diesem Herbst die Gerichte beschäftigen. Pixelpark will Schadenersatz von insgesamt 23 Millionen Euro geltend machen.

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  • dpa

Auf der Hauptversammlung des Internet-Dienstleisters Pixelpark ist Firmengründer Paulus Neef die Entlastung für das vergangene Geschäftsjahr verweigert worden. Die Aktionäre folgten am Dienstag in Berlin nahezu einstimmig einer Empfehlung von Vorstand und Aufsichtsrat. Neef war im Dezember 2002 als Vorstandschef fristlos entlassen worden.

Im Unterschied zu den Erwartungen vieler Aktionäre erschien der 43-Jährige nicht zur Hauptversammlung. Neef, der immer noch 17,7 Prozent der Pixelpark-Anteile hält, ließ sich vertreten. Der Streit mit dem fristlos entlassenen Ex-Chef wird vermutlich in diesem Herbst erstmals die Gerichte beschäftigen. Pixelpark will Schadenersatz von insgesamt 23 Millionen Euro geltend machen.

Hintergrund des Streits mit Neef sind Vorwürfe, wonach der Pixelpark-Gründer beim Kauf der Unternehmensgruppe ZLU vor drei Jahren einen völlig überhöhten Preis von 37 Millionen Euro gezahlt haben soll. ZLU gehörte damals dem Vater seiner langjährigen Lebensgefährtin. Neef weist seit jeher alle Vorwürfe zurück.

Auf der Hauptversammlung bestätigte der heutige Vorstand, dass der ZLU-Kauf im September 2000 vom Aufsichtsrat einstimmig gutgeheißen wurde. Auch der Investitionsausschuss des damaligen Großaktionärs Bertelsmann habe dem Kauf damals zugestimmt. (dpa) / (jk)