Banken-Dienstleister GAD schlieĂźt vier Standorte

Die Münsteraner GAD eG, Computer-Dienstleister für 540 Genossenschaftsbanken in Nord-, West- und Südwestdeutschland, baut bis 2005 rund 280 ihrer bisher 1540 Arbeitsplätze ab.

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  • dpa

Die Münsteraner GAD eG, Computer- Dienstleister für 540 Genossenschaftsbanken in Nord-, West- und Südwestdeutschland, baut bis 2005 rund 280 ihrer bisher 1540 Arbeitsplätze ab. Ein entsprechendes Konzept des Vorstandes billigte der Aufsichtsrat am Dienstag. Die Standorte in Lehrte bei Hannover, Oldenburg, Hamburg und Koblenz werden geschlossen, sagte Vorstandssprecher Anno Lederer. Insgesamt 320 Mitarbeiter sollen ihren Dienstsitz nach Münster verlagern. Der Vorstand geht von 150 bis 170 betriebsbedingten Kündigungen aus. Das Unternehmen will damit 50 bis 60 Millionen Euro jährlich sparen.

Der Betriebsrat kritisierte die Entscheidung energisch. Die Arbeitnehmervertretung hatte ein Alternativ-Konzept vorgelegt, das den gleichen Einspareffekt ohne betriebsbedingte KĂĽndigungen erzielen sollte. Auf freiwilliger Basis sollten Arbeitnehmer etwa in Altersteilzeit oder Vorruhestand wechseln und Sabbatjahre nehmen. Dieses Konzept sei von der Unternehmensleitung jedoch nicht zu steuern und scheide deshalb aus, sagte Vorstandssprecher Lederer.

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Situation und des konjunkturellen Umfeldes in der IT-Branche bleibe der GAD eG keine andere Wahl, sagte Lederer. Die Konzentrationsprozesse auf dem Bankensektor und in den nachgeordneten Bereichen wĂĽrden fortgesetzt. Das Unternehmen mĂĽsse sich vorausgreifend auf solche EinflĂĽsse einstellen.

GAD ist Dienstleister fĂĽr 540 Volks- und Raiffeisenbanken zwischen Flensburg und Trier. Das Unternehmen ging Anfang 2001 aus dem Zusammenschluss der Rechenzentren GAD MĂĽnster und der Genossenschafts-Rechenzentrale Norddeutschland in Lehrte hervor. Der Verschmelzungsvertrag von damals sieht eine dezentrale Standortkonzeption vor. Der Betriebsrat sieht in diesem Punkt einen Ansatzpunkt fĂĽr juristische Schritte gegen den Beschluss von Vorstand und Aufsichtsrat. (dpa) / (wst)