E-Mailer Eudora 6 bekämpft Spam

Voraussichtlich in der ersten Septemberhälfte erscheint der E-Mail-Client Eudora in einer neuen Version für Windows und Mac OS.

vorlesen Druckansicht 204 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Peter Monnerjahn
Voraussichtlich in der ersten Septemberhälfte erscheint der E-Mail-Client Eudora in einer neuen Version für Windows und Mac OS. Die wichtigste Neuerung der Version 6 -- neben einigen Verbesserungen in punkto Benutzerfreundlichkeit -- wird ein Spam-Erkenner sein. So wird auch Eudora über einen Bayes-Filter verfügen. Als Spam erkannte Nachrichten verschiebt das Programm in einen speziellen Ordner. Das Adressbuch dient dabei auf Wunsch als Whitelist: Nachrichten von bekannten Absendern klassifiziert Eudora als erwünscht.
Hat der E-Mailer eine Nachricht falsch kategorisiert, so kann der Benutzer ihn per Kontextmenü korrigieren. Das Bayes-Verfahren lernt aus den Korrekturen und liefert mit der Zeit immer bessere Ergebnisse. Doch zeigt Eudora bereits in der Standardkonfiguration eine ordentliche Erkennungsleistung. Ein kurzer Test der aktuellen Beta-Version (6.0.0.20 für Windows) ergab eine Erkennungsrate von deutlich über 90 Prozent, wobei keine Positivfehler, also fälschlicherweise als Spam erkannte erwünschte Nachrichten ("Ham"), auftraten.
Die Anti-Spam-Funktion wird aber nur in der Bezahl-Version von Eudora zur Verfügung stehen -- auch in der aktuellen Beta braucht man dafür bereits einen Freischaltcode. Trotz allem hält Qualcomm weiterhin an dem Drei-in-Eins-Konzept fest, das die Bezahl-Version, eine gesponserte Version mit (jetzt nur noch fast) allen Funktionen und eine Light-Version mit deutlich reduzierten Funktionen in einem Programmpaket vereinigt. Wie für jedes andere E-Mail-Programm auch lassen sich aber für die Light- und Sponsored-Varianten von Eudora Anti-Spam-Fähigkeiten problemlos hinzufügen, beispielsweise über den auch für Laien überschaubaren POP3-Proxy SAproxy. Über Filter im Mail-Client lassen sich dann Spam-Mails mit relativ wenig Aufwand aussortieren. (Peter Monnerjahn) /