PC-Ware bleibt auf Wachstumskurs

Das Hauptgeschäft macht PC-Ware mit dem Handel und der Lizenzierung von Standard-Software, vor allem von Microsoft-Produkten.

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  • dpa

Der börsennotierte Leipziger IT-Dienstleister PC-Ware bleibt auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2003/2004 (31. März) steigerte der Konzern seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12 Prozent auf 92,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) legte um 26 Prozent auf 1,5 Millionen Euro zu, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Für das zweite Quartal rechnet der Vorstand mit einem moderaten, für das dritte Quartal, wenn traditionell öffentliche Verwaltungen ordern, mit einem starken Geschäft. Vorstandschef Knut Löschke kündigte auf der Hauptversammlung in Leipzig an, dass sich das Unternehmen im laufenden Jahr vorrangig um eine verbesserte Profitabilität bemühen werde. "Wir wollen mehr Kostentransparenz und Einsparungen", sagte Löschke. Zugleich kündigte er für den Herbst eine Vertriebsoffensive an.

Der bisherige Aufsichtsratschef Michael Cotta und sein Stellvertreter Frieder Schäuble legten mit Beginn der Hauptversammlung ihre Ämter nieder. Zu ihren Nachfolgern im Aufsichtsgremium wurden der Leipziger Kaufmann Rudolf von Sandersleben und der ehemalige Staatssekretär im sächsischen Wirtschaftsministerium, Wolfgang Vehse, gewählt. Zu den Gründen der Rücktritte äußerte sich der Vorstand nicht.

Der Konzern mit Tochtergesellschaften in acht westeuropäischen Ländern hatte im Geschäftsjahr 2002/2003 das bislang beste Ergebnis seiner Firmengeschichte eingefahren. Der Umsatz stieg um 30 Prozent auf 464,4 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss betrug 4,1 Millionen Euro und damit rund eine Million Euro mehr als im Vorjahr. Das Hauptgeschäft macht PC-Ware mit dem Handel und der Lizenzierung von Standard-Software, vor allem von Microsoft-Produkten. Der Konzern beschäftigt derzeit rund 610 Mitarbeiter.

Zum Konzernumsatz in den ersten drei Monaten trugen die europäischen Tochtergesellschaften den Angaben zufolge 38 Prozent bei. Eine Expansion Richtung Osteuropa ist nach den Worten Löschkes vorerst nicht geplant. Wegen der anhaltenden Software-Piraterie gebe es dort für das Lizenzgeschäft keinen guten Markt. Dies könne sich nach der EU-Osterweiterung aber irgendwann ändern. Vorerst bleibe es jedoch beim westeuropäischen Markt, wo Spanien zur Abrundung der PC-Ware-Marktpräsenz noch fehle. "Wenn wir im Westen genug Schwung haben, dann können wir auch im Osten expandieren", sagte der Vorstandsvorsitzende vor den Aktionären. "Wir warten auf die günstige Gelegenheit". Großaktionäre des Konzerns sind neben Löschke (17,77 Prozent) die beiden Unternehmensmitbegründer Harry Wolf (15,89 Prozent) und Heinz-Otto Klas (17,27 Prozent). Aufsichtsrat und Mitarbeiter halten rund 2,5 Prozent der Anteile. Knapp 46,6 Prozent sind im Streubesitz. (dpa) / (jk)