ARD und ZDF arbeiten mit ASTRA-Satellitenbetreiber zusammen
Alle Kanäle von ARD und ZDF kommen auf den Astra-Satelliten; mit der Partnerschaft soll auch die von der Bundesregierung angestrebte Abschaltung der analogen Fernsehwelt bis 2010 abgeschlossen werden.
ARD und ZDF haben mit dem weltgrößten Satellitenbetreiber SES Global langfristige Verträge für die Ausstrahlung ihrer Programme über ASTRA abgeschlossen. Damit werde ein verbraucherfreundlicher Übergang von der analogen in eine neue digitale Fernsehwelt ermöglicht, sagte ZDF-Intendant Markus Schächter am Donnerstag. Marktexperten beziffern das Volumen mit mehreren 100 Millionen Euro. Die Verträge sollen bis 2022 laufen.
Die neuen Verträge ermöglichen die Versorgung der rund 13,6 Millionen ASTRA-Satellitenhaushalte in Deutschland mit nahezu allen öffentlichen-rechtlichen Fernseh- und Radioprogrammen. ASTRA deckt nach eigenen Angaben 98 Prozent der Haushalte mit Satellitenschüsseln in Deutschland ab. Zudem solle mit der neuen Partnerschaft die von der Bundesregierung medienpolitisch angestrebte Abschaltung der analogen Fernsehwelt bis 2010 abgeschlossen werden, teilten die Partner mit.
"Die langfristige Fortsetzung dieser Zusammenarbeit gibt unseren Zuschauern und Zuhörern eine sichere Perspektive für den Umstieg von analogem zu digitalem Satellitenempfang", betonte der ARD-Vorsitzende Jobst Plog. Die Programme werden über die ASTRA-Orbitalposition 19,2 Grad Ost ausgestrahlt, die die stärksten Reichweiten in Europa gewährleistet. Die ASTRA-Flotte besteht aus 13 Satelliten, die mehr als 1100 analoge und digitale Fernseh- und Radiokanäle sowie Multimedia- und Internet-Dienste übertragen. In Europa erreicht SES ASTRA, eine hundertprozentige Tochter von SES Global, 92 Millionen Haushalte. (dpa) / (jk)