IBM Deutschland gibt sich neue Struktur

Bei IBM übernehmen künftig im Wesentlichen zwei bestehende IT-Töchter die Services für Neukunden.

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  • Torge Löding

"Für unser neues Konzept, wonach IT wie Wasser oder Strom nach Bedarf geliefert und abgerechnet wird, ist es sinnvoll, große IT-Fabriken aufzubauen, die mehrere Kunden bedienen", sagte Rudolf Bauer, IBM-Geschäftsführer für das Servicegeschäft in Zentraleuropa, in einem Interview mit der FTD. Damit beschreibt er eine strategische Neuausrichtung. Früher hat IBM bei der Übernahme von IT-Dienstleistungen für Kunden häufig ein neues Unternehmen gegründet, an dem auch der Kunde beteiligt war.

Bei IBM übernehmen stattdessen künftig im Wesentlichen zwei bestehende IT-Töchter die Dienste für Neukunden. Die IBM Mittelstand Systeme erbringt Dienstleistungen für mittelständische Unternehmen. Für große Konzerne gibt es die IBM Business Services (IBS). "Die IBM Business Services ist strategisch sehr wichtig", sagte Bauer der Wirtschaftszeitung. Neue Outsourcing-Verträge von Großkunden solle künftig diese Tochter abwickeln. So sind bereits die Mitarbeiter der Deutschen Bank im Zuge des zwischen den beiden Unternehmen vereinbarten Outsourcings Mitarbeiter der IBS geworden.

Im Rahmen der Neuausrichtung hat IBM in den vergangenen Monaten die Beteiligungsverhältnisse an verschiedenen Töchtern neu strukturiert, sie wurden teilweise aufgelöst oder zusammengelegt. Heute hat IBM Deutschland nach eigenen Angaben noch acht Tochterfirmen. Vor gut einem Jahr waren es noch deutlich mehr. (tol)