France Telecom will Mobilfunk-Tochter ganz übernehmen

Das Mobilfunkgeschäft von Orange soll beim Schuldenabbau helfen.

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  • Torge Löding

Mit einer Überraschung wartete France Telecom bei der Verkündung der endgültigen Halbjahreszahlen der ersten sechs Monate 2003 auf: Der Konzern möchte die profitable Mobilfunktochter Orange für rund 7,1 Milliarden Euro komplett übernehmen. So solle das Mobilfunkgeschäft France Telecom beim weiteren Abbau des Schuldenbergs helfen. Vollzogen werden soll die Übernahme durch einen Aktientausch für die 13,8 Prozent Orange-Papiere an, die sich noch nicht im Besitz des Unternehmens befinden. Den Aktionären ist ein Angebot unterbreitet worden, zu Details wollte der Konzern sich nicht äußern. Der Handel mit den Aktien beider Unternehmen wurde erst einmal ausgesetzt.

Ansonsten bestätigte France Telecom die vorläufigen Zahlen des ersten Halbjahres 2003. Das Unternehmen erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen Nettogewinn in Höhe von 2,52 Milliarden Euro, nachdem im gleichen Zeitraum 2002 noch ein Verlust in Höhe von 12,18 Milliarden Euro angefallen war. Das Ergebnis enthält Steuereffekte in Höhe von 3,2 Milliarden Euro aus der Reorganisation der Mobilfunktochter Orange, heißt es in einer Mitteilung. Beim Umsatz hielt der Telecom-Konzern mit 22,85 Milliarden Euro etwa das Vorjahresniveau (22,47 Milliarden). Den Schuldenberg von zuvor 68 Milliarden Euro konnte das Unternehmen zum 30. Juni auf 49,3 Milliarden reduzieren. Für das Gesamtjahr bestätigte France Telecom seine bisherigen Prognosen und erwartet Konzernumsatz eine Steigerung von 3 bis 5 Prozent. (tol)