Trojanisch surfen
Häufig stoße ich bei der Google-Suche auf Beiträge in Webforen, die wahrscheinlich das Gesuchte behandeln. Der Link führt mich aber nicht zum Beitrag, sondern auf eine Forenseite mit dem Hinweis, dass man sich zum Lesen erst für das Forum registrieren muss. Ich will mich aber nicht bei Dutzenden Foren anmelden. Kann man die Beiträge trotzdem anschauen?
Häufig stoße ich bei der Google-Suche auf Beiträge in Webforen, die wahrscheinlich das Gesuchte behandeln. Der Link führt mich aber nicht zum Beitrag, sondern auf eine Forenseite mit dem Hinweis, dass man sich zum Lesen erst für das Forum registrieren muss. Ich will mich aber nicht bei Dutzenden Foren anmelden. Kann man die Beiträge trotzdem anschauen?
Manchmal klappt das tatsächlich. Viele Foren sind so konfiguriert, dass sie außer angemeldeten Nutzern auch Suchmaschinen einen Lesezugriff auf alle Beiträge gewähren. In der Trefferliste von Google kann man dann anstelle des eigentlichen Links rechts darunter auf „Im Cache“ klicken. Dort bekommt man die Fassung der Webseite zu sehen, die die Suchmaschine seinerzeit indexiert hat. Komfortabel ein Forum durchstöbern kann man so aber nicht: Will man in mehrseitigen Threads blättern, führt jeder Link wieder auf das originale Forum – und damit erscheint wieder die Fehlermeldung.
In solchen Fällen kann es helfen, sich als Suchmaschine zu tarnen. Viele Foren unterscheiden anhand des User Agents zwischen Surfern und Suchmaschinen-Robotern. Unter Firefox lässt sich diese Browser-Kennung leicht ändern: Tippen Sie in die Adressleiste about:config und anschließend als Suchfilter useragent ein. Unter den Treffern sollte sich der Eintrag general.useragent.extra.firefox finden. Ändern Sie diesen Wert beispielsweise auf Googlebot/2.1 (+http://www.google.com/bot.html), um sich als Google-Bot auszugeben. Zum schnellen Wechsel des User Agent per Mausklick finden sich auf https://addons.mozilla.org/de/firefox mehrere Add-ons.
Mit einer Suchmaschinen-Tarnkappe hat man in vielen Foren vollständigen Lesezugriff. Diversen Forenbetreibern ist es allerdings ein Dorn im Auge, wenn Infos abgegrast werden, ohne selbst etwas beizusteuern. Deshalb prüfen sie nicht nur die Browser-Kennung, sondern auch die IP-Adresse. Dann scheitert die Mogelei. (spo)