Fuji Foto will von Digitalfotografie profitieren
Ein Münz-Selbstbedienungsterminal für den Sofortausdruck digitaler Fotos kommt im November auf den Markt, kündigte Fuji Foto Film Europe an.
Die Fuji Foto Film Europe will im expandierenden Markt der Digitalfotografie in Deutschland stärker am Abzug von Bildern partizipieren. Ein Münz-Selbstbedienungsterminal für den Sofortausdruck digitaler Fotos kommt im November auf den Markt, kündigte Geschäftsführer Helmut Rupsch am Mittwoch in Berlin an. Die Terminals könnten vor dem Laden, im Geschäft oder auch in Tankstellen aufgestellt werden. Nach dem Einwurf von Münzen werden Fotos von allen gängigen Datenträgern schnell gedruckt. In der höchsten Ausstattung gibt das Terminal 250 Bilder pro Stunde aus.
Rupsch sieht in der wachsenden Nachfrage nach Digitalkameras für den Bilderausdruck ein großes Potenzial. "Wir stehen mit Print erst am Anfang", sagte er. In den Köpfen der Digitalkameranutzer habe sich noch nicht richtig festgesetzt, dass ein Bildabzug unkompliziert zu haben sei. Von schätzungsweise einer Milliarde Digitalfotos in Deutschland würden nur rund 500 Millionen Papierabzüge gemacht. Dies sei ein Anteil von etwa zehn Prozent am gesamten Markt für Fotoabzüge, rechnet Rupsch vor.
Etwa die Hälfte der Digitalfotos werde noch zu Hause am Computer ausgedruckt. Vor einiger Zeit habe dieser Anteil allerdings noch etwa 70 Prozent betragen. Mit einem größeren Angebot an günstigen Bilderdruckgeräten für den Handel will Fuji den Papieranteil digitaler Fotos weiter erhöhen. Rupsch geht davon aus, dass in diesem Jahr in Deutschland über vier Millionen Digitalkameras verkauft werden. Damit liege der Marktanteil im Vergleich zur analogen Fotografie bei 15 bis 20 Prozent. Im kommenden Jahr sei mit dem Absatz von sechs Millionen digitaler Fotoapparate zu rechnen.
Der Markt sei zurzeit noch sehr schnelllebig. Der Zyklus für neue Kameras betrage etwa sechs Monate, dann müsse ein Nachfolgermodell folgen. Es gebe aber keinen gravierenden Preisverfall wie etwa für Unterhaltungselektronik. Außerdem gehe der Trend von einfachen zu mehr professionellen Kameras. Während früher nur auf die Zahl der Pixel geschaut wurde, spiele jetzt die Ausstattung eine wichtige Rolle. Das zunehmende Angebot von Handys mit Kamera werde eindeutig zu Lasten einfacher Angebote im Bereich von einer Million Pixel gehen, sagte Rupsch. Als Antwort darauf bietet Fuji ein Bild-Abzugsformat im Scheckkartenformat, das auf die geringe Bildauflösung der Handykameras abgestellt sei. (dpa) / (jk)