Anteilseigner der "Ich-AG" gesucht

Wissenschaftler der TU Berlin wollen die Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit als Mikrounternehmer untersuchen.

vorlesen Druckansicht 116 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Richard Sietmann

Programmierer, Berater, Therapeuten und freie Journalisten gehören schon seit jeher zu den Berufsgruppen, die als Mikrounternehmer tätig sind. Seit den Hartz-Gesetzen ist der vom Arbeitsamt geförderte und politisch gepriesene Sprung in die Selbstständigkeit, die "Ich-AG", zum Programm geworden. Ein Projekt an der TU Berlin will jetzt die Vor- und Nachteile analysieren, die die Arbeitsformen der Mikrounternehmer mit sich bringen. Gesucht werden für eine Längsschnittstudie Selbstständige aus allen Bereichen, die für eine Reihe verschiedener Arbeitgeber oder Klienten tätig sind. Die TU-Wissenschaftler wollen unter anderem herausfinden, in welchem Maß Mikrounternehmer ihre Arbeitszeiten frei einteilen und auch ihre Arbeitsweise selbst bestimmen können, wie gut sich diese Form der Selbstständigkeit mit privaten Bedürfnissen vereinbaren lässt und wie groß die finanzielle Abhängigkeit von den Auftraggebern ist.

Die per Internetbefragung durchgeführte Untersuchung erstreckt sich über einen Zeitraum von sechs Monaten. Alle Informationen werden vertraulich behandelt, die Daten anonymisiert, und die Teilnehmenden erhalten die Ergebnisse der Studie, versichern die TU-Wissenschaftler. Interessierte Mikrounternehmer können sich per E-Mail an das Projektteam wenden und erhalten dann nähere Informationen. (Richard Sietmann (jk)