Firmengründer Schmid soll Mobilcom-Aktienkurs massiv beeinflusst haben

Der Gründer des Telefonkonzerns Mobilcom Gerhard Schmid und seine Frau haben nach einem Pressebericht den Aktienkurs des Unternehmens über Jahre hinweg hochgehalten.

vorlesen Druckansicht 84 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Der Gründer des Telefonkonzerns Mobilcom Gerhard Schmid und seine Frau haben nach einem Bericht des Spiegel den Aktienkurs des Unternehmens über Jahre hinweg durch Käufe und Verkäufe in weitaus größerem Stil, als bisher vermutet, beeinflusst. Wie das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Akten der Kieler Staatsanwaltschaft schreibt, hat die von Sybille Schmid-Sindram gehaltene Millennium GmbH Kauf- und Verkaufsaufträge in dreistelliger Millionenhöhe abgewickelt.

Allein zwischen Januar und August 2001 habe Millennium 62.563 Aufträge mit einem Gesamtvolumen von fast 173 Millionen Euro über die Dresdner Bank Hamburg platziert. Damit sei Millennium für gut 26 Prozent des gesamten Handelsvolumens mit Mobilcom-Aktien verantwortlich. An Spitzentagen seien sogar mehr als 64 Prozent aller Mobilcom-Papiere umgesetzt worden. Um das gewaltige Ordervolumen zu bewältigen, habe die Bank bis zu acht Mitarbeiter im Schichtbetrieb einsetzen müssen.

Millennium habe dem Spiegel die Käufe und Verkäufe bestätigt. Allerdings soll es sich laut Millennium um ganz normale Börsengeschäfte und nicht um Stützungskäufe oder Kursmanipulationen gehandelt haben. (dpa)/ (em)