E-Plus-Chef interessiert an Fusion mit O2
Uwe Bergheim will elf Millionen Kunden erreichen -- die fehlenden drei Millionen will er "kaufen" oder "organisch aufbauen".
Nachdem KPN-Finanzchef Maarten Henderson kürzlich Spekulationen um über eine Übernahme der deutschen O2 angeheizt hatte, kommt nun die Bestätigung seitens der deutschen KPN-Tochter E-Plus. "Wenn 80 Prozent des deutschen Marktes bei zwei großen Anbietern liegen, dann ist es im Rest eng. Wir wollen elf Millionen Kunden erreichen, uns fehlen dazu noch zwei bis drei Millionen, die kann man kaufen oder organisch aufbauen", sagte E-Plus-Chef Uwe Bergheim im Gespräch mit der Financial Times Deutschland.
Es könne sein, dass man morgen einen Verkäufer finde, der profitable Kunden für einen Preis anbietet, den man bezahlen wolle, sagte Bergheim. "Die Integrationskosten werden dann aber bei etwa 1 Milliarde Euro liegen. Die schlage ich auf den Preis drauf. Und damit ist es im Moment überbewertet", sagte der Manager mit Bezug auf einen konkret diskutierten Übernahmepreis zwischen einer und zwei Milliarden Euro.
E-Plus und O2 sind jeweils noch nicht ĂĽber der Gewinnschwelle und wĂĽrden gemeinsam auf knapp 13 Millionen Kunden kommen. E-Plus ist nach eigenen Angaben ab elf Millionen Kunden profitabel. "Ob diese Kunden von O2 kommen oder woanders her, ist egal", sagte Bergheim. Die O2-Mutter mmO2 in GroĂźbritannien betonte unterdessen, dass zurzeit keine konkreten Verkaufsverhandlungen laufen. (tol)