Weniger Aussteller auf CeBIT Asia wegen Sars und Konkurrenzmesse
Die Organisatoren der diesjährigen CeBIT Asia müssen geringere Ausstellerzahlen wegen der Nachwirkungen der gefährlichen Lungenkrankheit Sars in Kauf nehmen.
Vom 18. bis 21.9.2003 findet die CeBIT Asia in der chinesischen Metropole Shanghai statt. Veranstaltungsort ist das Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) mit einer Ausstellungsfläche von 23.000 Quadratmetern. Doch die größte Fachmesse für IT im asiatisch-pazifischen Raum beherbergt in diesem Jahr weniger Aussteller als in den Vorjahren, wie die Veranstalter mitteilen. Der CeBIT-Direktor Jörg Schomburg erklärte diese Tatsache auf einer Pressekonferenz mit den "erheblichen Nachwirkungen von Sars", denn durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der ansteckenden Lungenkrankheit haben viele Unternehmen "nicht genügend Vorbereitungszeit" gehabt. Das SNIEC war wegen Sars bis Ende Juni 2003 geschlossen gewesen.
Im letzten Jahr waren 544 Aussteller auf der Messe, für dieses Jahr sind nur knapp über 400 ausstellende Unternehmen gemeldet, unter anderem seien internationale Firmen wie Motorola, IBM oder sogar Microsoft nicht vertreten. Weiterhin stellt die vom 22. bis 26.9.2003 veranstaltete Messe Computex in Taiwan Konkurrenz dar. Diese Messe wurde aufgrund der gefährlichen Krankheit von Anfang Juni 2003 auf diesen Termin verschoben. Schomburg sagte, diese Veranstaltung habe mehr als 100 taiwanische Aussteller dazu veranlasst, ihre Produkte dort zu präsentieren und nicht auf der chinesischen CeBIT Asia.
Fast die Hälfte aller Teilnehmer der diesjährigen CeBIT Asia komme aus dem Ausland. Trotz rückläufiger Ausstellerzahlen kalkulieren die Organisatoren aber mit vielen Besuchern. 2002 wurde die Messe mit rund 50.000 Gästen von Schomburg als gut besucht eingestuft. Und auch der Rekord-Wachstum des letzten Jahres von 13 Prozent ist in diesem Jahr mit nur 1 Prozent wesentlich geringer. Aber der CeBIT-Direktor ist zuversichtlich, der Boom auf dem weltweit größten Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie wird seiner Meinung nach noch einige Jahre anhalten. Schon das kommende Jahr erwartet Schomburg optimistisch, dann werden die drei Hallen wieder voll belegt sein. (sko/c't)/ (tol)