Wincor Nixdorf mit gedämpfter Erwartung für 2010

Der Hersteller von Bank-Automaten musste im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 3 Prozent sowie Gewinneinbußen hinnehmen und rechnet auch für das laufende Jahr mit rückläufigen Zahlen.

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  • dpa

Der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf stellt sich im laufenden Geschäftsjahr erneut auf Einbußen bei Umsatz und Gewinn ein. Die Rückgänge sollen allerdings nicht stärker als im zurückliegenden Geschäftsjahr ausfallen. "Angesichts eines im Vergleich zum Vorjahr schwierigen ersten Halbjahres erwarten wir für das Gesamtgeschäftsjahr einen erneuten Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis", sagte Vorstandschef Eckard Heidloff am heutigen Dienstag in Düsseldorf bei der Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2008/2009.

Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr war der Umsatz vor allem wegen des schwächelnden Hardwaregeschäfts um 3 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro zurückgegangen, wie das im MDax notierte Unternehmen auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Der operative Gewinn (EBITA) schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 179 Millionen Euro. Unter dem Strich verdienten die Paderborner 114 Millionen Euro und damit 10 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damit erreichte der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen seine eigenen Ziele.

Trotz der Aussicht auf ein Jahr, "das erneut nicht einfach wird", wollen die Ostwestfalen an ihren mittelfristigen Zielen festhalten und jährlich durchschnittlich sechs Prozent beim Umsatz und acht Prozent beim operativen Ergebnis zulegen. "Diese Wachstumslinie bleibt unser Ziel, auch wenn die Rahmenbedingungen noch einige Zeit schwierig bleiben", so Heidloff. Wincor Nixdorf rechnet in vielen Ländern mit einer unstetigen wirtschaftlichen Erholung.

Der Umsatz im Bankengeschäft blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu stabil und ging um 1 Prozent auf 1,532 Milliarden Euro zurück. Im Handelsgeschäft sank der Umsatz hingegen um 7 Prozent auf 718 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Spiegelbildlich zum Rückgang im Hardwaregeschäft stieg der Anteil des Software und Servicegeschäfts am Konzernumsatz auf 46 Prozent. Die Ostwestfalen peilen einen Anteil von jeweils 50 Prozent der einzelnen Geschäfte am Konzernumsatz an. (vbr)