Sparprogramm bei Bertelsmann zeigt Wirkung

Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann hat nach zwei Verlustquartalen in Folge wieder einen Gewinn ausgewiesen. Bei Umsätzen von 3,6 Milliarden Euro (minus 4,5 Prozent) fiel im dritten Quartal ein Konzerngewinn von 87 Millionen Euro an. Im Jahr 2009 will Bertelsmann 900 Millionen Euro sparen.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann, zu dem unter anderem die RTL Group, der Medien- und Kommunikationsdienstleister Arvato sowie das Verlagshaus Gruner+Jahr gehören, hat nach zwei Verlustquartalen in Folge für das dritte Quartal wieder einen Gewinn ausgewiesen. Bei Umsätzen von 3,6 Milliarden Euro (minus 4,5 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode) fiel im Zeitraum Juli bis September ein Konzerngewinn von 87 Millionen Euro an (Vorjahr: 15 Millionen Euro). Das operative Ergebnis verbesserte sich im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 284 Millionen Euro.

Die Umsetzung des im Frühjahr eingeleiteten Sparprogramms mache gute Fortschritte, erklärte Konzernchef Hartmut Ostrowski anlässlich der Präsentation der Quartalszahlen. Rund 900 Millionen Euro will Bertelsmann 2009 im Rahmen des Kosten- und Effizienzprogramms "2+5" einsparen. Allein 300 Millionen Euro dürfte dabei die Reduzierung der Mitarbeiterzahl um über 4500 seit Jahresbeginn bringen. Laut Mitteilung beschäftigte der Konzern zum Stichtag 30. September weltweit 102.618 Mitarbeiter (Dezember 2008: 107.154 Mitarbeiter).

Für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2009 steht bei Europas größtem Medienkonzern unter dem Strich allerdings ein Fehlbetrag, den das Unternehmen mit minus 246 Millionen Euro angibt (30. September). Der Konzernumsatz in den Monaten Januar bis September belief sich auf 10,8 Milliarden Euro, ein Minus von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Nettofinanzschulden der Bertelsmann AG betrugen zum 30. September 3,62 Milliarden Euro, 172 Millionen Euro mehr als noch zu Jahresbeginn. (pmz)