Die Dot-Com-Welle nährt ihre Kinder

Die aktuelle Forbes-Liste der 400 reichsten US-BĂĽrger bescheinigt dem amerikanischen Geldadel -- besonders den Magnaten aus der Hightech-Branche -- trotz Wirtschaftsflaute einen zehnprozentigen Kapitalzuwachs seit der letzten Ausgabe.

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Von
  • Hans-Peter SchĂĽler

Die aktuelle Forbes-Liste der 400 reichsten US-Bürger bescheinigt dem amerikanischen Geldadel -- besonders den Magnaten aus der Hightech-Branche -- trotz Wirtschaftsflaute einen zehnprozentigen Kapitalzuwachs seit der letzten Ausgabe. Die Ranglistenpositionen eins und drei halten die Microsoft-Gründer Bill Gates und Paul Allen mit Privatvermögen von 46 und 22 Milliarden US-Dollar, auf Platz neun und zehn folgen mit etwas Abstand der Oracle-Boss Larry Ellison und Computerhändler Michael Dell, der den aktuellen Microsoft-Chef Steve Ballmer auf Rang elf verdrängen konnte. Die Parade fiele noch techniklastiger aus, wären die Plätze vier bis acht nicht en bloc von der Familie Walton belegt, deren Reichtum etwa aus der Einzelhandelskette Wal-Mart stammt. Insgesamt liegen auf den Depots der 400 Großkapitalisten Wertpapiere über 955 Milliarden US-Dollar -- noch ein Bill Gates, und es wäre eine Billion, wie die Forbes-Redakteure süffisant kommentieren.

Auch in der Aufsteiger-Statistik liegen die Hightech-Akteure weit vorn: Amazon-Chef Jeff Bezos agiert mit drei Milliarden US-Dollar Vermögenszuwachs innerhalb des vergangenen Jahres als schnellster Kletterer in der Liste, wo er mit einem Privatkapital von 5,1 Milliarden US-Dollar zurzeit Rang 32 einnimmt. Die beiden Gründer des Portals Yahoo! konnten ihre Barschaft im letzten Jahr sogar verdreifachen. (hps)