"Es ist sicher nicht HPs Ziel, weniger Produkte zu verkaufen"
Ob die Druckkostenoptimierung zwangsläufig über den Weg der Abteilungsdrucker gehen muss, ist fraglich. Es wäre aber auch nicht schädlich für den Fachhandel oder die Distribution.
Sehr geehrter Herr Sicking,
Druckkostenoptimierung ist nun wahrlich kein neues Thema. HPs Mitbewerber wie beispielsweise Kyocera oder Lexmark adressieren dieses Thema seit Jahren und setzen dies erfolgreich um.
Sicherlich ist es nicht das Ziel von Hewlett-Packard, weniger Produkte zu verkaufen, sondern einen in Gang gekommenen Markttrend nicht zu verpassen.
Ob dies zwangsläufig über den Weg der Abteilungsdrucker gehen muss, ist fraglich. Es wäre aber auch nicht schädlich für den Fachhandel oder die Distribution. Der Trend "hin zum Abteilungsdrucker" oder "weg vom Abteilungsdrucker" würde nicht zum ersten mal vollzogen. Es war alles schon mal da – schauen wir zurück in die 1990er Jahre.
Und – Sie haben Recht – der Kunde muss mitspielen. Der Faktor Mensch darf nicht unterschätzt werden. Selbst bei selbsterklärender Berechnung des "total cost of ownership" (TCO) stehen beim Industriekunden oft noch unterschiedliche Beschaffungsverantwortungen für Geräte und Verbrauchsmaterial im Wege.
Wir sind nicht nur im allgemeinen Druckerbereich gut positioniert , sondern insbesondere bei hochwertigen Drucksystemen. Würde der Trend tatsächlich in diese Richtung gehen, wären wir sicherlich der größte Gewinner in der Distribution. Daher sehe ich einen eventuellen Marktrückgang für uns und unsere Kunden als weniger bedrohlich an. Auch dieses Jahr schrumpfte der Gerätemarkt um 10 Prozent und der Suppliesmarkt um schätzungsweise 5 Prozent. Dennoch konnten wir unseren Umsatz um 7 Prozent steigern.
Mit freundlichen GrĂĽĂźen
Volker Mitlacher
Geschäftsführer Systeam
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