Sky gerät tiefer in die roten Zahlen

Der Pay-TV-Anbieter Sky machte im dritten Quartal 2009 einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe. Das Unternehmen plant, Kabelnetzbetreiber mit allen sieben HD-Kanälen zu beliefern.

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Der Pay-TV-Anbieter Sky hat auch das dritte Quartal dieses Jahres mit hohen Verlusten abgeschlossen: Während der Gesamtumsatz auf 208,5 Millionen Euro gegenüber 221,9 Millionen im Vorjahresquartal sank, stiegen die Aufwendungen von 248,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 296,5 Millionen Euro an. Dadurch sank das Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen (EBITDA) von minus 27,0 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf nunmehr minus 87,9 Millionen Euro.

Unterm Strich machte das Unternehmen zwischen Juli und September 116,7 Millionen Euro Verlust. Im Vorjahresquartal waren es noch 89,1 Millionen Euro. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Sky mit einem Gesamtverlust von 250 Millionen bis 275 Millionen Euro. Der Wendepunkt wird im vierten Quartal 2010 erwartet. Hierzu sind laut Sky etwa 2,8 Millionen bis 3,0 Millionen Abonnenten und ein steigender monatlicher Erlös je Kunde erforderlich.

Im dritten Quartal 2009 stieg die Zahl der Abos von 2,364 Millionen im Vorquartal auf 2,431 Millionen an. Analog stieg auch die KĂĽndigungsquote leicht von 22,4 auf 23,3 Prozent an. Dies begrĂĽndet das Unternehmen mit dem Auslaufen von stark rabattierten sowie Flex-Abos.

Durchschnittlich erwirtschaftete Sky je Kunde einen Umsatz von 25,77 Euro monatlich, während es im zweiten Quartal dieses Jahres noch 25,20 Euro waren. Im laufenden Quartal soll dieses Ergebnis auf 27 Euro gesteigert werden; im ersten Quartal 2010 sollen die Kunden monatlich durchschnittlich 29 Euro in die Unternehmenskasse spülen.

Zugleich gab Sky bekannt, die bei der Deutsche Netz Marketing GmbH (DNMG) zusammengeschlossenen Kabelnetzbetreiber ab sofort mit allen sieben HD-Kanälen (Sky Sport HD, Sky Cinema HD, Disney Cinemagic HD, Eurosport HD, Discovery HD, National Geographic HD und History HD) zu beliefern. Bislang wurden in diese Netze lediglich vier Sender in HD-Auflösung eingespeist. Auf diesem Wege kann Sky nach eigenen Angaben nun potenziell 70 Prozent aller deutschen Kabelfernseh-Haushalte mit dem vollständigen HD-Programm erreichen. (rei)