ATI löst Starnberger Entwicklerteam auf

Zweieinhalb Jahre nach der Übernahme der in Starnberg ansässigen FireGL-Divison verlagert ATI die Treiberentwicklung für seine professionellen Grafikkarten nach Kanada.

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Von
  • Manfred Bertuch

Zweieinhalb Jahre nach der Übernahme der in Starnberg ansässigen FireGL-Divison von SonicBlue (ehemals S3) verlagert ATI die Treiber-Entwicklung für seine professionellen Grafikkarten vollständig nach Kanada.

Viele der rund 40 Mitarbeiter haben noch den Aufstieg des ehemaligen Grafikkarten-Herstellers SPEA und dessen Niedergang miterlebt, an dem auch die Übernahme durch Diamond nichts mehr ändern konnte. S3 übernahm schließlich SPEAs FireGL-Division, die sich mit ihren OpenGL-Grafikkarten einen Namen gemacht hatte und der ATI seine heutige Produktlinie für professionelle Anwender verdankt.

Insider vermuten, dass ATIs neuer Präsident und COO David Orton, der mit dem Chip-Design-Team ArtX zu ATI kam, durch die jüngsten Erfolge mit der DirectX-9-Chiplinie ermutigt wurde, die schwierige Neugründung eines Entwicklerteams zu wagen. Sie sehen dafür eher politische als sachliche Gründe.

Fünf der Starnberger Entwickler sind in das kanadische Team gewechselt. Für alle übrigen Mitarbeiter aus Marketing, Kundenbetreuung und Entwicklung hat ATI einen Sozialplan aufgelegt, dessen Ausgestaltung Mitarbeiter als korrekt bezeichnen. Er sieht je nach Betriebszugehörigkeit und familiärer Situation Abfindungen in Höhe bis zu einem Jahresgehalt vor. (Manfred Bertuch) / (jk)