Applied Materials reduziert Mitarbeiterzahl noch einmal deutlich
Der global führende Halbleiterindustrie-Ausrüster Applied Materials will trotz guter Geschäftsaussichten seine Mitarbeiterzahl weiter reduzieren. In den kommenden 18 Monaten sollen weltweit noch einmal bis zu 1500 Stellen (12 Prozent der Belegschaft) wegfallen.
Der global führende Halbleiterindustrie-Ausrüster Applied Materials will trotz eigenen Angaben zufolge guter Geschäftsaussichten seine Mitarbeiterzahl weiter reduzieren. In den kommenden 18 Monaten werde man weltweit bis zu 1500 zusätzliche Stellen (12 Prozent der Belegschaft) abbauen, um Kosten in einer Größenordnung von rund 450 Millionen US-Dollar einzusparen, teilte der Konzern im kalifornischen Santa Clara mit. In Deutschland unterhält das Unternehmen Standorte in Dresden, Alzenau und Heimstetten.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2009 (Ende: 25. Oktober) erwirtschaftete Applied Materials einen Nettogewinn von 137,9 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Plus von 231,1 Millionen Dollar angefallen war. Der Umsatz sank um 25 Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr steht bei Umsätzen von 5,01 Milliarden Dollar (minus 38 Prozent gegenüber 2008) ein Verlust von 305,3 Millionen Dollar (Vorjahr: 960,7 Millionen Dollar Gewinn) in der Bilanz.
Konzernchef Mike Splinter zeigte sich zuversichtlich, dass sowohl der Chipmarkt als auch die Solarbranche auf dem Weg der Besserung sind. Für das Geschäftsjahr 2010 geht Splinter von einer Steigerung des Nettoumsatzes um 30 Prozent aus. Anfang des Jahres hatte Applied Materials bereits die Entlassung von 2000 Mitarbeitern (14 Prozent der Belegschaft) angekündigt. Die unter anderem daraus resultierenden Einsparungen sollen sich im Geschäftsjahr 2009 auf 460 Millionen Dollar belaufen haben. (pmz)