Computex: TV-Karte für Notebooks

Notebooks mutieren zum mobilen Fernseher und Videorecorder.

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Von
  • Georg Schnurer

Wer sein Notebook als mobilen Fernseher für unterwegs nutzen will, der war bislang auf externe USB-Boxen angewiesen. Geht es nach dem taiwanischen Hersteller LifeView, so soll TV auf dem Notebook bald eine Standardfunktion werden. Ermöglichen soll dies die MiniPCI-Karte FlyTV Platinum mini. Sie nutzt den digitalen TV-Tuner SAA7135 von Philips und unterstützt je nach Ausführung PAL (SAA7134) oder NTSC (SAA7133) mit entsprechend kodiertem Stereo-Sound.

Die Karte soll Life-TV-Genuss und das Aufzeichnen von Sendungen ermöglichen. Allzu schwachbrüstig sollte das Notebook dann aber nicht motorisiert sein: Für MPEG1-Recordings benötigt man mindestens ein Gerät mit 800-MHz-Pentium-III, ab 1 GHz soll die mitgelieferte Software auch MPEG2 unterstützen. Zeitversetztes Fernsehen (Timeshift) wird ab 1,8 GHz möglich, verspricht LifeView. Weitere Systemvoraussetzungen sind 128 oder besser 256 MByte Hauptspeicher, ein DirektX 8.1 tauglicher Grafikchip und eine aktuelle Windows-Version. Linux-Treiber bietet LifeView nicht an.

Damit die Karte ins Notebook passt, muss dieses vom Hersteller entsprechend vorbereitet sein. Neben einem MiniPCI-Steckplatz betrifft das vor allem den Antenneneingang. Laut LifeView verhandelt man derzeit mit verschiedenen großen Notebookanbietern -- darunter wie es hieß auch Dell --, damit diese in der kommenden Gerätegeneration entsprechende Anschlüsse vorsehen.

Wer sein Notebook bereits jetzt zum mobilen Fernseher und Videorecorder aufrüsten will, dem bietet LifeView ab Mitte Oktober eine externe USB-Lösung an. Die TV Walker getaufte Box unterstützt verschiedene PAL-, NTSC- und SECAM-Formate und eignet sich deshalb besonders für Reisende zwischen den verschiedenen Fernsehwelten. Zum Lieferumfang des TV Walkers gehört neben den erforderlichen Adapterkabeln für die verschiedenen Antennenanschlussformate auch eine IR-Fernbedienung. Der Einführungspreis der Box soll laut Hersteller zwischen 120 und 150 Euro liegen, dürfte dann aber schnell auf etwa 99 Euro sinken, da andere Hersteller für das erste Quartal des kommenden Jahres ähnliche Geräte angekündigt haben. (gs)