Neven DuMont: Multimedia als Überlebensstrategie für Verlage

Idealerweise sollen Verlagsreporter zugleich für Zeitung, Hörfunk, Fernsehen, Internet und Handy-Dienste Informationen sammeln, wünscht sich der Verlegersohn.

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  • dpa

Ein breites Multimedia-Fundament und das Zugehen auf junge Leser sind nach Ansicht des Kölner Verlagsmanagers Konstantin Neven DuMont Überlebensstrategien für Regionalzeitungen. Die regionale und lokale Qualitätszeitung müsse unbedingt erhalten bleiben, weil sie für das Funktionieren der Demokratie vor Ort unverzichtbar sei. Das schrieb Neven DuMont in einem am Samstag veröffentlichten Beitrag zum 50-jährigen Verlagsjubiläum seines Vaters Alfred Neven DuMont, Verleger und Herausgeber von Kölner Stadt-Anzeiger, Express und Mitteldeutsche Zeitung.

"Mir liegt sehr daran, dass die Problematik der Zukunft von Regionalzeitungen ins öffentliche Bewusstsein gelangt", sagte Konstantin Neven DuMont, Redaktionsgeschäftsführer des Verlags M. DuMont Schauberg. Die Zeitungen müssten sich mehreren Problemen stellen, zum Beispiel dem Abwandern von Anzeigen ins Internet, den anzeigenfinanzierten Amtsblättern und dem nachlassenden Interesse junger Leser.

Deshalb forderte er ein Umdenken des Gesetzgebers und der Verlage. "Aus meiner Sicht geht es nicht mehr um die Frage Papier oder Bildschirm, sondern darum, wie die Regionalverlage es schaffen können, auch den elektronischen Medien als unverzichtbarer Zulieferer für Informationen und Analysen zu dienen", schrieb Neven DuMont.

Idealerweise würden Verlagsreporter zugleich für Zeitung, Hörfunk, Fernsehen, Internet und Handy-Dienste Informationen sammeln. In den USA sei dieses multimediale Vorgehen längst Wirklichkeit, während in Deutschland die Existenz des gebührenfinanzierten öffentlich- rechtlichen Rundfunks und die Mediengesetze es den Verlagen schwer machten, sich ungehindert in Richtung Fernsehen auszubreiten. (dpa)/ (tol)